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1. Nur auf geeigneten Standorten anbauen
Bio-Raps verzeiht wenig. Flachgründige Trockenstandorte oder schwere Staunässeböden bergen hohe Risiken. Ideal sind tiefgründige, gut durchlüftete Böden mit hoher biologischer Aktivität. Besonders wichtig ist eine rasche Jugendentwicklung im Herbst. Je schneller der Bestand wächst, desto besser kann er Schädlinge und Konkurrenzpflanzen kompensieren. Praxisbetriebe berichten immer wieder, dass die besten Rapsbestände nicht zwingend auf den fruchtbarsten Böden stehen, sondern dort, wo die Bodenstruktur intakt ist und die Wurzeln ungehindert in die Tiefe wachsen können.
2. Fruchtfolge und Kreuzblütler konsequent beachten
Bio-Raps braucht ausreichend Abstand zu sich selbst. Zwischen zwei Rapsbeständen sollten mindestens vier, besser fünf Jahre liegen. Dadurch sinkt das Risiko für Kohlhernie, Verticillium, Sklerotinia und weitere rapsspezifische Krankheiten deutlich. Gleichzeitig wird die Vermehrung wichtiger Schädlinge wie Rapserdfloh oder Kohlfliege gebremst. Vor allem auf Standorten mit bekannten Kohlhernie-Problemen sollten die Anbaupausen keinesfalls verkürzt werden. Die Dauersporen der Kohlhernie können viele Jahre im Boden überleben. Viele erfolgreiche Bio-Rapsbetriebe bauen Raps deshalb nur alle fünf bis sechs Jahre auf derselben Fläche an.
Was der Beitrag sonst noch enthält:
- Nährstoffgleichgewicht beachten
- Kalken ist wichtig
- Magnesium, Schwefel und Bor
- Begleitpflanzen nutzen

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