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Rubrik Familie

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2026 ist das internationale Jahr der Bäuerin

2026 rückt die Arbeit von Bäuerinnen ins Zentrum: Die Vereinten Nationen haben das Internationale Jahr der Bäuerin ausgerufen. Für die Bäuerinnen Österreich ist es zugleich ein Arbeitsauftrag, um Anerkennung, Absicherung und Mitbestimmung von Frauen in der Land- und Forstwirtschaft gezielt voranzubringen.

v.l. Bundesbäuerin Irene Neumann-Hartberger, Astrid Brunner - Stellvertreterin und online Claudia Entleitner - Stellvertreterin beim Presseauftakt zum Jahr der Bäuerin. Quelle: Sampt/LKÖ für Bäuerinnen Österreich

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Angelika Leitner 1 Min. Lesezeit

Bäuerinnen tragen in Österreich wesentlich zur Landwirtschaft, zur Versorgungssicherheit und zum Leben im ländlichen Raum bei. 36 % der landwirtschaftlichen Betriebe werden von Frauen geführt, weitere 12 % partnerschaftlich – ein Spitzenwert im EU-Vergleich. Frauen halten Betriebe und Familien zusammen, entwickeln neue Einkommensquellen und treiben Innovation voran.

Leistungen sichtbar machen

Das Internationale Jahr der Bäuerin 2026 nutzt die Bäuerinnenorganisation, um diese Leistungen sichtbar zu machen. Über Berichte, Veranstaltungen und Öffentlichkeitsarbeit werden Frauen in unterschiedlichen Lebens- und Betriebsformen vorgestellt: Neueinsteigerinnen, innovative Unternehmerinnen, engagierte Funktionärinnen. Leitgedanke des Jahres ist klar: „Wo Frauen wirken, wächst Zukunft“.

Seit über 50 Jahren vertritt Bäuerinnen Österreich die Interessen von rund 130.000 Frauen. Erfolge wie Mutterschutz, Karenzgeld, Bäuerinnenpension oder aktuelle Unterstützungen für pflegende Angehörige zeigen, dass Interessenvertretung wirkt. Gleichzeitig machen Studien deutlich, dass es weiterhin Absicherung, Entlastung und bessere Zugänge zu Gesundheits- und Beratungsangeboten braucht.

4-Punkte-Plan für das Jahr:

  • Finanzielle und rechtliche Absicherung stärken, um Altersarmut vorzubeugen.
  • Gendersensible Förderpolitik, die Innovationen von Bäuerinnen gezielt unterstützt.
  • Gesundheit und Care-Arbeit absichern, insbesondere durch niederschwellige psychosoziale Angebote.
  • Gleichstellung und Mitbestimmung ausbauen, mit dem Ziel paritätischer Repräsentanz.

Das Internationale Jahr der Bäuerin soll damit mehr sein als Symbolik: Es soll konkrete Verbesserungen bringen – für selbstbewusste Bäuerinnen, starke Betriebe und lebenswerte Regionen.

Mehr über die Bäuerinnen Österreich

 

Kontakt zum Autor

Angelika Leitner

LANDWIRT Redaktion

Aufgewachsen auf einem Bergbauernhof in der Steiermark, den jetzt ihr Bruder mit Familie weiterführt. Nach der landwirtschaftlichen Fach- und Mittelschule schnupperte sie kurz in die Gastronomie und Bio-Kontrolle. Seit 2005 ist sie beim LANDWIRT tätig, von 2016 bis 2022 fungierte sie gemeinsam mit Johannes Paar als Chefredakteurin. Sie ist für die Rubrik Familie, Haus und Garten zuständig. Angelika Leitner ist Mutter von zwei Kindern und lebt mit Hühnern und Wachteln auf einem ehemaligen Bauernhof in der Obersteiermark.

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