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380 kV-Leitung: LK fordert Einbindung der Betroffenen
Heute wurden die Pläne für die neue 380 kV-Stromleitung der Öffentlichkeit präsentiert. Die Trasse verläuft 170 km quer durch Kärnten. Die Landwirtschaftskammer mahnt Respekt vor Grund und Boden ein.
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Das 380 kV-Megaprojekt von Austria Power Grid (APG) und Kärnten Netz GmbH (KNG) nimmt konkrete Formen an. 180 km Grobtrasse sind geplant, von Lienz (Tirol) bis nach Völkermarkt (Kärnten). Dadurch soll der 380 kV-Stromnetzring in Österreich geschlossen werden. Insgesamt sollen die Kabel von rund 700 Strommasten mit einer Höhe von bis zu 90m getragen werden. Hunderte Grundeigentümer werden durch die Errichtung von Strommasten, Zufahrtswegen, Umspannwerken und der geplanten Leitungsführung in der Bewirtschaftung ihrer land- bzw. forstwirtschaftlichen Flächen direkt betroffen sein. „Der Bau einer Hochspannungsleitung hat unmittelbare Auswirkungen auf die Bewirtschaftung und das Eigentumsrecht der betroffenen Flächen zur Folge“, gibt Landwirtschaftskammerpräsident Siegfried Huber zu bedenken. „Eine frühzeitige Einbindung der direkt betroffenen Grundeigentümer auf Augenhöhe ist für ein erfolgreiches Vorantreiben dieses Projektes eine Grundvoraussetzung. Nun gilt es, die dahingehenden Zusagen der Projektwerber auch Realität werden zu lassen.“
Forderungen der LK
Die Landwirtschaftskammer Kärnten hat dabei ihre Forderungen in vier Punkte zusammengefasst.
- Frühzeitige Einbindung von betroffenen Grundeigentümern und deren gesetzlicher Vertretung
- Information der betroffenen Grundeigentümer vor Betreten der land- und forstwirtschaftlichen Flächen durch die Projektwerber bzw. deren Beauftragen
- Maststandorte, Überspannung und Zufahrten sind möglichst bewirtschaftungsschonend zu gestalten, und die Bedenken der Grundeigentümer sind dabei bestmöglich zu berücksichtigen.
- Zeitgemäße und faire Entschädigung der aktuellen und zukünftigen Bewirtschaftungseinschränkungen und Wertverluste
„Die Einbindung der Betroffenen, eine transparente Kommunikation und faire Entschädigungen sind die Grundvoraussetzungen für eine Umsetzung des Projekts und können dazu beitragen, langwierige Rechtsstreitigkeiten zu vermeiden. Als LK Kärnten fordern wir das auch bei diesem Projekt ein“, betont Huber. Die LK Kärnten steht den betroffenen Grundeigentümern mit Fach- und Rechtsberatung zur Seite. Hausintern wurde eine Task-Force eingerichtet, um das Projekt zu begleiten. In den kommenden Wochen sind Informationsveranstaltungen der LK geplant. „Unsere Aufgabe ist es, die Eigentumsrechte der betroffenen Bäuerinnen und Bauern zu wahren und sicherzustellen, dass ihre Anliegen bestmöglich berücksichtigt werden!“, hebt LK-Präsident Huber abschließend hervor.
Quelle: LK Kärnten
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