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40 Jahre Eiermacher: „Wir wollen mit den Kunden mitwachsen“
Am 11. September 2026 lud die Eiermacher GmbH zum 40-jährigen Jubiläum nach Kremsmünster ein. Unternehmerischer Mut und engagierte Mitarbeiter zeigen was in 40 Jahren Betriebsgeschichte möglich ist – was einst als kleines Unternehmen begann, zählt heute zu den größten Brütereien Österreichs.
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Ursprünglich als „Geflügel GmbH Schlierbach“ gegründet, hat sich der Betrieb unter dem heutigen Namen „Eiermacher GmbH“ einen Namen aufgebaut. Zum 40-jährigen Jubiläum beliefern 330 landwirtschaftliche Betriebe die Eiermacher GmbH. Im Jahr 2025 wurden 190 Mitarbeiter beschäftigt und ein Umsatz von 113 Mio. Euro erzielt.
Martin Tragler, Vorsitzender des Beirats und stellvertretend für die 35 Gesellschafter der Eiermacher GmbH berichtete, dass die Eiermacher trotz starken Wachstums immer bei einem bäuerlichen Hintergrund blieben. Tragler selbst bewirtschaftet mit seiner Familie einen 12 ha großen Bio-Legehennenbetrieb.
Verschiedene Bereiche
Die Eiermacher haben sich auf drei große Bereich spezialisiert: Vorproduktion, Eiervermarktung und Fleischvermarktung. In der Vorproduktion dreht sich neben der Brüterei alles um die Elterntierhaltung, die Kükenproduktion für Bio-Mast und Legehennen sowie Junghennen.
Bei der Eiervermarktung steht die Eierpackstelle am Standort Kremsmünster mit Schwerpunkt bio im Vordergrund.
2014 entschieden die Gesellschafter der Eiermacher GmbH, dass die männlichen Eintagsküken aufgezogen und nicht mehr getötet werden. Das Bruderhahn-Programm der Eiermacher startete bereits 2015. Das jüngste Projekt begann 2017 ist ebenfalls in der Fleischvermarktung angesiedelt: Die Bio-Enten.

Ente ist Saisonprodukt
Geschäftsführer Manfred Söllradl erinnert sich an den Beginn der Bio-Entenmast. „Wir mussten vor dem Projektstart erstmal Fragen zur Haltung und Gesundheit klären, es gab kaum Erfahrungswerte. Gemeinsam mit der VetMed Uni und Vier Pfoten konnten die Eiermacher herausfinden, was die Vögel brauchen.“ Die Stallungen werden eingestreut und haben einen Wintergarten. „Der Auslauf musste wegen des starken Krankheitsdrucks weggelassen werden“, erklärt Söllradl die Hintergründe.
2017 waren es beim Entenfleisch nur 4 % Eigenversorgung, 2025 liegt sie immerhin bei 25 %. „Zwei Drittel der Bio-Ente werden zwischen Martini und Weihnachten verkauft, lediglich ein Drittel über das gesamte Jahr. Das Verhältnis bleibt gleich, egal ob mehr produziert wird – die Tendenz bleibt im Winter“, fasst der Geschäftsführer zusammen.

Hohe technische Standards
In Kremsmünster werden mit MOBA Technik rund 80.000 bis 90.000 Eier pro Stunde sortiert. Jährlich werden 190 Mio. Eier vermarktet davon sind 2/3 Bio-Eier und 1/3 konventionelle Eier aus Freiland- oder Bodenhaltung. Auch die bekannten „Toni’s Freilandeier“ werden mittlerweile von den Eiermachern abgepackt.
In Nußbach können 4.200 Hähne und 1.000 Bio-Enten pro Stunde geschlachtet werden. Die LKW-Waschhalle sorgt für höchste Qualität. In Kremsmünster wurde die Fleischverarbeitung mit einem großen Tiefkühllager, PV und Batteriespeicher neu aufgestellt, die Halle soll noch 2026 eröffnet werden.
Geflügelfleisch ist gefragt
„Obwohl der Pro-Kopf-Verbrauch im Fleischbereich etwas rückläufig ist, wächst der Geflügelverbrauch. Der kritische Konsument setzt sich mehr damit auseinander, wo das Fleisch herkommt und fordert Tierwohl“, ist sich der Geschäftsführer sicher.
„Wir wollen mit unseren Kunden mitwachsen, die Nachfrage nach Tierwohl steigt und Transparenz ist heute wichtiger denn je.“ Die Eiermacher weißen darauf hin, dass die Geflügelbauern treu sind, es wenig Fluktation gibt und die Geflügelbauern gerne investieren. „Besonders freut uns, dass die neue Generation der Ackerbauern wieder vermehrt über Tierhaltung, speziell Geflügelhaltung wegen des Düngers nachdenkt“, so Söllradl.

Martin Tragler ergänzt: „Die Kunden können sich drauf verlassen, dass das was auf den Eierschachteln draufsteht, auch drinnen ist. Das Ei ist eines der am besten nachvollziehbaren Produkte und wird bereits am Herkunftsbetrieb nach dem Legen gestempelt. So können wir exakt nachvollziehen wo jedes Ei herkommt.“
Festakt auf neuem Parkdeck
1.200 Gäste wurden laut Jürgen Richter von den Eiermachern zum Festakt erwartet. Mit musikalischer Unterstützung von der Musikkapelle der Marktgemeinde Kremsmünster präsentierte Geschäftsführer Manfred Söllradl die vergangenen 40 Jahre im Überblick. Dabei kamen immer wieder Ehrengäste zu Wort wie z. B. Barbara Riegler von Bio Austria, Franz Waldenberger der Präsident der Landwirtschaftskammer Oberösterreich, Agrarlandesrätin Michaela Langer-Weninger, Bürgermeisterin Dagmar Fetz-Lugmayr und viele weitere.

Das 40-Jahre-Jubiläum wurde oberhalb der neu errichteten Fleischverarbeitungshalle am zukünftigen Parkdeck gefeiert. Die Besucher waren auf Getränke, Bio-Grillhendl und Bio-Grillente eingeladen und konnten sich die Brüterei, die Verpackungshalle sowie die Fleischverarbeitungshalle vor Ort ansehen.
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