Eine Mehrheit der EU-Mitgliedstaaten hat der Freigabe von mehr als 56 Mio. Euro aus der Agrarreserve zugestimmt. Nach Angaben der EU-Kommission gehen davon 30 Mio. Euro an Portugal. Rumänien erhält 14,8 Mio. Euro, Zypern 4,6 Mio. Euro, Kroatien 4,4 Mio. Euro und Slowenien 2,8 Mio. Euro.
Die Unterstützung richtet sich an Betriebe, die durch extreme Wetterereignisse und Naturkatastrophen erhebliche wirtschaftliche Verluste erlitten haben. Gefördert werden unter anderem Obst-, Nuss-, Wein-, Oliven- und Ackerbaubetriebe sowie Gemischtbetriebe mit Tierhaltung.
Schäden durch Sturm, Dürre und Frost
Portugal wurde Anfang 2026 vom Sturm Kristin getroffen. Nach Angaben der Kommission verursachten Starkregen, Überschwemmungen und starke Winde erhebliche Schäden an landwirtschaftlichen Flächen und Infrastruktur.
In Rumänien führten Dürre und wiederholte Hitzewellen im Sommer 2025 zu deutlichen Ertragseinbußen bei Mais und Sonnenblumen. Zypern litt ab Mai 2025 unter anhaltender Trockenheit und extremer Hitze, was Ernteausfälle und höhere Futterkosten zur Folge hatte.
Kroatien war im Frühjahr und Sommer 2025 von Frost, Starkregen und Dürre betroffen. Schäden entstanden unter anderem bei Obst, Weinreben und Zuckerrüben. In Slowenien beeinträchtigten Frühjahrsfröste die Apfelernte.
Nationale Aufstockung möglich
Die betroffenen Mitgliedstaaten können die EU-Mittel durch nationale Gelder um bis zu 200 % aufstocken. Vor der Auszahlung muss die EU-Kommission das Hilfspaket noch formell beschließen. Anschließend sind die Länder verpflichtet, Brüssel über die Umsetzung der Unterstützungsmaßnahmen zu informieren.
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