Dorfhelferinnen übernehmen in Notfällen Aufgaben im Haushalt und im landwirtschaftlichen Betrieb. Dazu gehören die Versorgung von Kindern oder pflegebedürftigen Personen, Stallarbeiten sowie je nach Saison Tätigkeiten in der Außenwirtschaft und im Garten. Bildungs-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister bezeichnet die Dorfhelferinnen als wichtige Stütze für bäuerliche Familien in Niederösterreich. Die Ausbildung an der LFS Gießhübl vermittle dafür soziale und fachliche Qualifikationen.
Koordiniert wird der Lehrgang an der Fachschule von Abteilungsvorständin Gerlinde Grossmann.
Zehnmonatiger Ausbildungslehrgang
Die Ausbildung dauert von September bis Juni und umfasst zehn Monate. Vermittelt werden theoretische und praktische Kenntnisse der landwirtschaftlichen Betriebs- und Haushaltsführung. Für die gesamte Dauer der Ausbildung kann ein Stipendium von monatlich 600 Euro beantragt werden. Voraussetzung für die Anmeldung ist eine abgeschlossene Berufsausbildung oder ein positiver Abschluss der 10. Schulstufe. Zudem müssen die Teilnehmerinnen mindestens 17 Jahre alt sein. Es besteht noch immer ein hoher Bedarf an Dorfhelferinnen.
Zusatzqualifikation für die Alltagsbegleitung
Seit drei Jahren kann im Rahmen der Ausbildung auch die Zusatzqualifikation „Soziale Alltagsbegleitung“ erworben werden. Alltagsbegleiterinnen können selbstständig oder bei anerkannten Organisationen tätig sein. Das Aufgabengebiet ähnelt jenem der Dorfhelferinnen, umfasst jedoch keine Arbeiten im Stall oder in der Außenwirtschaft.
Anmeldung und Information
Interessierte können sich unter der Telefonnummer 02742/62722 an die LFS Gießhübl wenden. Weitere Informationen bietet die Website www.mostviertler-bildungshof.at.
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