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Rubrik Bio

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65 % sehen Bio als festen Bestandteil gesunder Ernährung

Durch eine aktuelle Umfrage in Österreich wird deutlich: Fast zwei Drittel der Befragten sehen Bio inzwischen als festen Bestandteil gesunder Ernährung. Gerade beim Schulessen wird der Handlungsbedarf aber hoch eingeschätzt.

Schulessen in Kantine
Was ein Kind in der Schule zum Essen bekommt darf nicht vom Wohnort abhängig sein. Quelle: shutterstock.com/Robert Kneschke

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Natalie Honetz 2 Min. Lesezeit

Pünktlich zum Schulstart der östlichen Bundesländern Österreichs fordern der Verein Zukunft Essen und Bio Austria die konsequente Umsetzung des Aktionsplans für nachhaltige öffentliche Beschaffung (naBe-Kriterien). Außerdem wird ein bundesweit koordiniertes Aktionsprogramm für gesunde und leistbare Ernährung an österreichischen Schulen gewünscht.

Ergebnisse der Umfrage

Der Verein Zukunft Essen führte im Juli und August 2026 mit marketagent eine Befragung zum Thema „Bio-Lebensmittel und Ernährung“. Die wichtigsten Fakten der repräsentativen Umfrage auf einen Blick:

  • Es zeichnete sich ein starker Meinungswandel ab: 65,4 % der Bevölkerung sehen Bio als Teil gesunder Ernährung, 2022 waren es nur 34,6 % somit hat sich das Ergebnis fast verdoppelt.
  • Besonders für Kinder und Vulnerable wichtig: 77,1 % finden, dass Bio für die Kinderernährung sehr wichtig ist (+ 20 %), 73 % bei kranken Menschen.
  • Es zeigt sich eine hohe Akzeptanz: 86,8 % halten einen fleischfreien Tag in der Woche für möglich, 60,1 % sind für regelmäßige Veggie-Tage in Kantinen.
  • Der Preis ist die größte Barriere: 71,2 % finden, dass Bio zu teuer ist, dabei würden sich 60,6 % gerne überwiegend biologisch ernähren.
  • 80,8 % sehen die Bedeutung der Bio-Landwirtschaft für Umwelt- und Klimaschutz, 71,5 % sind sich sicher, dass Bio-Lebensmittel gesünder sind.

„Schulessen darf kein Wohnort-Lotto sein“

Die Schulverpflegung ist momentan weitgehend auf Gemeindeebene organisiert. Dadurch kommt es in der Praxis laut Zukunft Essen und Bio Austria immer wieder zu massiven Qualitäts- und Preisunterschieden, es fehlt außerdem finanzielle und fachliche Unterstützung vor Ort. „Was ein Kind isst, darf nicht davon abhängen, in welcher Gemeinde es zur Schule geht. Schulessen darf kein Wohnort-Lotto sein“, betont Andrea Vaz-König, Obfrau von Zukunft Essen.

Das aktuelle Regierungsprogramm sieht eine höhere Bio-Quote in der öffentlichen Beschaffung vor, von mindestens 30 % ab 2025, jedoch hinkt die Umsetzung hinterher. Es fehlen Vorgaben für die Bereiche der Schul- und Gemeinschaftsverpflegung. „Wenn zwei Drittel der Bevölkerung Bio als Teil gesunder Ernährung sehen, dann sind 30 % Bio in der öffentlichen Beschaffung kein ambitioniertes Ziel mehr, sondern das Minimum. Es gibt bestehende Ziele – deren Umsetzung muss auch konsequent von der Politik gefordert und umgesetzt werden“, so Barbara Riegler, Obfrau von Bio Austria.

Das fordern Zukunft Essen und Bio Austria zum Schulstart um eine gesunde und leistbare Ernährung aller Kinder sicherzustellen:

  • Bestehende Vorgaben konsequent umsetzen: Die naBe-Kriterien (mindestens 30 % Bio) in Kombination mit den Ernährungsempfehlungen des Gesundheitsministeriums in der Gemeinschaftsverpflegung einhalten.
  • Finanzierung und soziale Absicherung: Für ein faires, bundesweit einheitliches Finanzierungsmodell für bezahlbares und hochwertiges Schulessen.
  • Transparenz sicherstellen: Einführung eines verpflichtenden Rechnungs- und Monitoting-Systems inklusive jährlicher Berichterstattung über Fortschritte beim Bio-Anteil und der Ernährungsqualität.

Kontakt zum Autor

Natalie Honetz

LANDWIRT Redaktion

Natalie Honetz stammt ursprünglich aus Niederösterreich und lebt im Bezirk Grieskirchen in Oberösterreich. Ihre Sommerferien verbrachte sie während ihrer Kindheit und Jugend zwischen den Bio-Rinder ihres Onkels. Die Liebe zu Tieren und besonders zu Kühen begleitet sie schon von Kindheitstagen an. Seit 2021 schreibt sie für den LANDWIRT und betreut die Rubriken Rind und Grünland für die Zeitschrift LANDWIRT bio.

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