Das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt, Klima, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK) hat im Jahr 2025 gezielt Maßnahmen zur Verbesserung der Gewässerökologie umgesetzt. Insgesamt wurden 78 bisher unpassierbare Querbauwerke – zentrale Wanderhindernisse für Fische – durchgängig gemacht. Gleichzeitig konnten 71 km Flussläufe strukturell verbessert und naturnah gestaltet werden.
„Wir schaffen und verbessern damit wertvollen Lebensraum für Tiere und Pflanzen. Das fördert die Biodiversität und stärkt die ökologische Funktion unserer Flüsse“, betont Umweltminister Norbert Totschnig. Die positive Bilanz zeige, dass die Zusammenarbeit mit Bundesländern, Gemeinden und weiteren Partnern wirke – dennoch müsse dieser Weg konsequent fortgesetzt werden.
Projekte in Oberösterreich und Kärnten als Beispiele
Ein aktuelles Beispiel ist die Mattig in Oberösterreich: Bei Alharting wird ein rund zwei Kilometer langer Abschnitt ökologisch aufgewertet. Uferbefestigungen werden entfernt, der Fluss teilweise verbreitert und neue Strukturen geschaffen. Zusätzlich werden mehrere Querbauwerke beseitigt oder umgebaut, sodass Fische wieder ungehindert wandern können. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 1,2 Mio. Euro, davon etwa 700.000 Euro aus Mitteln des BMLUK.
Auch in Kärnten wird investiert: In der Gemeinde Baldramsdorf wird ein Abschnitt der Drau umfassend revitalisiert. Ziel ist eine höhere strukturelle Vielfalt und eine verbesserte Sohlstabilität. Geplant sind unter anderem Flussaufweitungen sowie die Anlage von Nebenarmen und Stillgewässern. Das Projektvolumen beträgt rund 8 Mio. Euro, wovon etwa 7,4 Mio. Euro durch das Ministerium finanziert werden.
Trotz der Fortschritte sind weitere Anstrengungen notwendig, um die Ziele der EU-Wasserrahmenrichtlinie zu erreichen. „Die ökologische Verbesserung unserer Gewässer ist eine gemeinsame Aufgabe aller Ebenen – von der Europäischen Union bis zu den Gemeinden. So sichern wir unsere Gewässer als Lebensraum und stärken Biodiversität und Lebensqualität nachhaltig“, so Totschnig abschließend.
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