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Rubrik Milchpreise

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92 Prozent stimmen für Einbringung der OM in Berglandmilch

Die österreichische Milchwirtschaft konzentriert sich weiter. Bei der Generalversammlung der Obersteirischen Molkerei am 15. September 2026 optierte eine große Mehrheit für eine Eingliederung in die Berglandmilch. Die Eigenständigkeit des Traditionsunternehmens ist damit Geschichte.

Die Lieferanten der OM entschieden sich mit großer Mehrheit für eine Eingliederung in die Berglandmilch. Quelle: Vetta

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Christina Vetta 1 Min. Lesezeit

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Die Freizeithalle in Kobenz war bis auf den letzten Platz besetzt, viele Bauern fanden sich auf Stehplätzen ein, um über die Zukunft ihrer Molkerei abzustimmen. Vor wenigen Wochen erhielten die 1.140 Produzenten der OM ein Schreiben, in dem stand, dass sie mit der Berglandmilch (BLM), Österreichs größter Molkerei, in intensive Verhandlungen eingetreten ist. Kurze Zeit später lud die Molkereispitze zu einer Abstimmung.

Eingliederung lange geplant

Am Beginn der Veranstaltung betonte Geschäftsführer Michael Riegler die Wichtigkeit eines Zusammenschlusses und machte dafür noch einmal Stimmung: „Wir beschäftigen uns seit Jahren mit der Zusammenlegung. Unsere Molkerei wird mit einer Beteiligung von 8,81 Prozent die zehnte Muttergenossenschaft der Berglandmilch sein.“ Vor allem das Problem des Produktionsstandortes Kapfenberg, der einer Sanierung im Bereich von bis zu 15 Millionen Euro bedarf, würde damit gelöst werden. „Produkte aus Kapfenberg können ohne Investment in Voitsberg und Aschbach produziert werden“, erklärt Riegler. Das betrifft etwa die Glasflaschenabfüllung oder die Vermarktung der Kuppelprodukte von Magermilch und Molke.“ Außerdem sprach er sich für eine Standortgarantie für Spielberg und Knittelfeld aus.

Lediglich 60 Gegenstimmen

Grundsätzlich wären rund 2.700 Genossenschaftsmitglieder der OM, davon 1.140 Milchlieferanten wahlberechtigt. Weniger als 800 fanden sich zur Stimmabgabe ein. Vor Beginn der Wahl wurden die anwesenden Personen dazu befragt, ob die Wahl geheim oder öffentlich stattfinden soll. Die Mehrheit entschied sich für die öffentliche Wahl mittels Hebung des Stimmzettels. Als es dann zur Wahl kam, gaben insgesamt 714 Personen ihre Zustimmung zur Eingliederung ab. Lediglich 60 Gegenstimmen waren für einen Erhalt der Eigenständigkeit.

Am 18. September 2026 wird die BLM im Zuge einer Generalversammlung über die Einbringung entscheiden. Danach erfolgt eine Anmeldung des Zusammenschlusses bei der Wettbewerbsbehörde. „Auf die Zustimmung der Kartellbehörde werden wir etwa zwei Monate warten“, sagt Riegler.

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Christina Vetta

LANDWIRT Redaktion

Wuchs auf einem kleinen Bio-Milchviehbetrieb im Murtal auf. Während der Schul- und Studienzeit nutzte sie die Ferien, um in unterschiedlichen Bereichen der Landwirtschaft zu arbeiten. Nach dem Studium an der Universität für Bodenkultur schreibt sie seit 2013 für den LANDWIRT und betreut die Rubriken Rind und Grünland sowie die Zeitschrift LANDWIRT Bio.

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