ObstbauSchwere Frostschäden im Obstbau

Schwere Frostschäden im Obstbau

Durch Frost geschädigte Marillenblüten.
Quelle: ÖHV

Der heurige März war üerdurchschnittlich warm und die Vegetation ist schon weit vorangeschritten. So ist etwa in der Wachau der Vegetationsfortschritt um mehr als 14 Tage früher als im zehnjährigen Durchschnitt. Auf der anderen Seite hat sich die kalte Luft aus dem hohen Norden in den vergangenen Tagen durchgesetzt. Wie befürchtet gab es in disponierten Lagen im Burgenland, in Niederösterreich und der Steiermark Nächte mit bis zu minus 8°C.

Die Tiefsttemperaturen seit 27. März.
Quelle: ÖHV

Bei Marillen teils Totalausfälle

Die Konsequenz der frühen Vegetation einerseits und der tiefen Temperaturen anderseits: Die befürchteten Frostschäden in der Landwirtschaft sind leider eingetreten und haben den Obstbau – hier vor allem das Steinobst mit den Marillen, Zwetschken, Nektarinen und Kirschen, teilweise auch das Kernobst mit Äpfeln und Birnen – schwer getroffen. Bei Marillen sind punktuell Totalausfälle zu erwarten.

Aktuell bereits 35 Millionen Euro Gesamtschaden

„Aktuell gehen wir nach ersten Bewertungen durch unsere Sachverständigen davon aus, dass ein Drittel der gesamten Obstfläche, also rund 4.000 Hektar, von Frostschäden betroffen ist. Der Gesamtschaden beträgt aus heutiger Sicht rund 35 Millionen Euro“, so der Vorstandsvorsitzende der Österreichischen Hagelversicherung, Dr. Kurt Weinberger, in einer ersten Zwischenbilanz: „Erst wenn die Temperaturen weiter ansteigen und erkennbar ist, wie sich die Kulturen weiterentwickeln, wird das endgültige Schadensausmaß sichtbar sein. Auch für heute Nacht sind Minustemperaturen prognostiziert.“

 

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