BioBio-MilchviehAbkalbung auf der Weide

Abkalbung auf der Weide

Erschienen in: LANDWIRT bio 02/2026

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Wenn die Kühe auf der Weide abkalben sind die Kälber einem wesentlich geringeren Keimdruck als im Stall ausgesetzt.
Quelle: Landing/shutterstock.com

Die knapp 40 Mutterkühe des 27-jährigen Mathis Deubener aus Herleshausen im Landkreis Hessen können selbst entscheiden, ob sie auf der Weide oder im Stall abkalben. „Wir sind gerade dabei, unseren Betrieb aufzubauen. Unsere Rinder sind auf mehrere Herden aufgeteilt. Die Mutterkühe haben einen Stall mit ständigem Weidezugang, sie entscheiden selbst, wo sie abkalben. Die längeren Triebwege, die über eineinhalb Kilometer gehen, werden in der Weidesaison relevant. Deshalb versuchen wir, dass die Kühe bis Ende April abkalben. Ab diesem Zeitpunkt gibt es längere Umtriebe, bei denen die Kälber idealerweise schon einige Wochen alt sind“, erklärt der Landwirt.

Er züchtet hauptsächlich Blonde d’Aquitaine-Kreuzungen mit Charolais, Fleckvieh und Limousin. Der ausschlaggebende Faktor  dafür, ob die Kühe draußen oder drinnen kalben, ist laut Deubener das Wetter: „Ist es trocken und beständig, dann kalben sie tendenziell eher draußen ab. Bei Feuchte, Nässe oder Kälte weichen sie in den Stall aus.“ Adrian Dietrich, Berater und Coach der Inforama in der Schweiz, erklärt, wann eine Abkalbung auf der Weide sinnvoll ist: „Wenn der Keimdruck im Stall sehr hoch oder der Stall zu eng für die Tiere ist, können Rinderhalter die Kühe auf der Weide abkalben lassen.“

Was dieser Artikel noch bereithält:

  • Das braucht es zur Abkalbung auf der Weide
  • Ohrmarken so früh wie möglich
  • Vorteile und Nachteile
  • Beobachtung ist wichtig
  • Geeignete Rassen und ruhige Kühe

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