Aus der 1883 von Johann Ulrich Aebi gegründeten mechanischen Werkstätte entstand in den vergangenen zwei Jahrzehnten die heutige Aebi Schmidt Group. Nach der Übernahme durch Peter Spuhler 2006 und der Fusion mit Schmidt im Jahr 2007 folgte 2025 mit der Übernahme der amerikanischen The Shyft Group und der Nasdaq-Kotierung der nächste Wachstumsschritt. Heute beschäftigt die Gruppe rund 6.000 Mitarbeitende, produziert in 16 Werken, ist in 17 Ländern direkt vertreten und erzielt einen Jahresumsatz von 1,9 Milliarden US-Dollar.

Vom ersten Zweiachsmäher zum Geräteträger
Im Mittelpunkt der Jubiläumsfeier steht jedoch der Terratrac. Mit dem TT77 brachte Aebi 1976 den weltweit ersten serienmässigen Zweiachsmäher auf den Markt. Das Trommelmähwerk und die eigens entwickelte Terra-Bereifung machten die Maschine zum Meilenstein für die Bewirtschaftung steiler Hanglagen. Die Wurzeln reichen allerdings bis zu den ersten motorisierten Mähern der AM-Baureihe (1912–1932) und dem Heu-Mobil HM 96 aus dem Jahr 1972 zurück.
Über die Jahrzehnte entwickelte AEBI den Terratrac kontinuierlich weiter. Der TT33 wurde zum meistgebauten Modell der Baureihe, der TT88 führte den stufenlosen Fahrantrieb ein, der TT60 die Allradlenkung. Mit steigenden Motorleistungen bis hin zum aktuellen TT282 mit 109 PS wandelte sich der Terratrac vom reinen Hangmäher zum vielseitigen Geräteträger für Landwirtschaft, Kommunen und Spezialanwendungen weltweit.

Neuer Terratrac 212 zum Jubiläum
Zum 50-Jahr-Jubiläum stellt AEBI den neuen Terratrac 212 vor. Der Geräteträger wird von einem 75 PS starken Kubota-Dieselmotor angetrieben und verfügt über einen elektronischen Hydrostat, vier Lenkungsarten, einen tiefen Schwerpunkt sowie eine neu gestaltete Kabine mit 12-Zoll-Touchdisplay. Der TT212 basiert auf den Erfahrungen aus fünf Jahrzehnten Terratrac-Entwicklung und wurde bereits als Finalist für den „Tractor of the Year 2027“ in der Kategorie „Specialized“ nominiert.
Schweizer Entwicklung trotz globaler Expansion
Trotz der internationalen Ausrichtung betont AEBI, dass Entwicklung, Konstruktion und Montage des Terratrac weiterhin in der Schweiz erfolgen. Damit bleibt das Fahrzeug, das seit einem halben Jahrhundert für die Mechanisierung steiler Hanglagen steht, eng mit seinem Ursprungsstandort Burgdorf verbunden.
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