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Nur mit Abo: Aktueller Düngermark Herbst 2026
Hohe Energiepreise, teure Importe und niedrige Erlöse für Getreide setzen die Landwirtschaft unter Druck. Andreas Kraus erklärt, warum der Düngermarkt so schwer einzuschätzen ist, und eine Aufteilung des Einkaufs sinnvoll sein kann.
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LANDWIRT: Die klassische Einlagerungssaison begann im Mai 2026 mit verhältnismäßig hohen Preisen. Wie hat sich der Düngermarkt seither entwickelt?
Andreas KRAUS: Viele Landwirte empfanden den Preis im Vergleich zum Vorjahr und insbesondere im Verhältnis zu den aktuellen Erzeugerpreisen als zu hoch und haben daher nicht gekauft. Angesichts der inzwischen gestiegenen Gaspreise und der daraus resultierenden höheren KAS-Preise war das damalige Niveau rückblickend aber durchaus vernünftig. Seither haben die Preise stark geschwankt. Zwischenzeitlich gab es Rückgänge, dann ging es wieder nach oben.
Kann man den Landwirten ihre Zurückhaltung angesichts der niedrigen Erzeugerpreise verübeln?
Nein. Ich verstehe das sehr gut. Dünger ist deutlich teurer geworden, die Erzeugerpreise haben damit nicht Schritt gehalten. Dazu kommt in diesem Jahr die Dürre als Hauptproblem: Geringere Erträge verschärfen die Lage und schwächen die Liquidität. Die Summe der aktuellen Belastungen ist in dieser Form außergewöhnlich. Energiepreise, Importabgaben, internationale Konflikte, niedrige Erzeugerpreise und die Dürre treffen gleichzeitig auf die Landwirtschaft. Diese Kombination stellt die Betriebe derzeit vor eine besondere Herausforderung.
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