Meine Mama ist kein großer Fan vom Muttertag – das haben meine Schwestern und ich schon als Kinder schnell gemerkt. Statt Blumen, Gedichten und einem fixen Datum im Kalender hätte sie sich damals etwas Anderes gewünscht: Dass wir im Alltag mehr mithelfen und ihre tägliche Rundumverpflegung nicht als selbstverständlich hinnehmen.
Ich hingegen kann dem Muttertag schon mehr abgewinnen. Besonders kleine Kinder machen diesen Tag zu etwas Besonderem. Oder wer freut sich nicht über die kleinen, oft schief gebastelten Geschenke und dieses ehrliche Bemühen, Freude zu machen? Natürlich wäre es schöner, wenn man als Mama mehr Anerkennung im Alltag bekäme. Aber das gelingt nicht immer. Darum finde ich: Besser ein Tag, an dem bewusst „Danke“ gesagt wird, als gar keiner.
UN: Jahr der Frauen in der Landwirtschaft
Das Jahr der Frauen in der Landwirtschaft, das die Vereinten Nationen 2026 ausgerufen haben, folgt einem ähnlichen Muster wie der Muttertag: Aufmerksamkeit bündeln, sichtbar machen, würdigen. Ob das reicht oder ob es mehr braucht? Dazu lesen Sie zwei unterschiedliche Standpunkte in „Was Bauern bewegt“.
Bei all den Frauenthemen stellen Sie sich vielleicht noch eine andere Frage: Wieso gendern wir im LANDWIRT eigentlich nicht – oder nicht durchgängig? Wäre das nicht ebenfalls ein Zeichen der Wertschätzung? Natürlich. Aber wir haben uns hier bewusst für die bessere Lesbarkeit entschieden. Denn Wertschätzung zeigt sich für uns nicht nur in der Sprache, sondern vor allem in den Themen, die wir behandeln.
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