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Judenburg ist bekannt, doch Bretstein – oder noch weiter hinten im Tal Bretsteingassen – kennen nur die wenigsten. Das malerische Bretsteintal ist ein verstecktes Juwel an der Südseite der steirischen Niederen Tauern. Ganz drinnen im Tal liegt auf der Sonnenseite der über 400 ha große Besitz der Familie Hainzl aus Oberkurzheim.
Ackerbauer Josef Hainzl verpachtete die Alm drei Jahrzehnte lang um einen symbolischen Euro an Paul Horn. Josef Hainzl nutzt den Wald und die Jagd selbst. Paul Horn war der zuständige Senner und Hirte für etwa 200 ha Almflächen sowie dazugehörige 20 ha Talwiesen- und -weiden.

Er weilte den Sommer über täglich auf der Alm und war bis zuletzt unermüdlich darum bemüht, die zuvor verbuschten und unbewirtschafteten Almweiden wieder auf Vordermann zu bringen. Unterstützung bekam Paul dabei von der pensionierten Grazer Lehrerin und Pferdeliebhaberin Irmgard Fuchs. Deren Haflingerstute Emmi weidete seit Jahren auf der Bleikaralm.
Anhänger ersetzten Almhütte
Paul nahm sich Mitte der 1990er-Jahre der Alm an, nachdem er am eigenen Hof zu wenig Weide für seine Mutterkühe hatte. 15 km sind es vom heimatlichen 1.350 m hoch gelegenen Reiterbauerhof bis auf die Bleikaralm. Anfangs brachten drei Betriebe 29 Rinder auf diese Alm.
Es gab nur eine eingezäunte Weidefläche. Schon bald darauf begann Paul die Weide in zwei und später in drei Koppeln zu unterteilen. Es wurde geschwendet, geschlägelt, gefräst, aber auch gegraben und planiert.
Was dieser Artikel noch bereit hält:
- Almpflege mit Koppeln und geschwendeten Weiden
- Pferdeweide und selektiver Verbiss auf der Alm
- Wertvolles Almfutter durch frühes bestoßen
- Almbewirtschaftung nach dem Tod Paul´s weiterführen
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