Zum Inhalt springen

Rubrik Ziege

Anmelden, um diese Funktion zu nutzen.

Mit einem kostenlosen Konto können Sie diese Funktion nutzen und von jedem Gerät auf Ihr Benutzerkonto zugreifen.

oder

Ein Konto ist kostenlos. Für abo-pflichtige Artikel und LANDWIRT KI benötigen Sie zusätzlich ein Abo.

Fachartikel Alle Artikel: Fachartikel Wissen Alle Artikel: Wissen

Almwirtschaft – wir brauchen sie!

Schafe & Ziegen aktuell war bei der 32. Internationalen Almwirtschaftstagung in Saalfelden im Salzburger Pinzgau dabei. Zehn Experten referierten über Chancen und Herausforderungen der heimischen Almwirtschaft. Hier die wichtigsten Aussagen der Veranstaltung.

Die Zahl der almauftreibenden Betriebe hat österreichweit in den letzten 25 Jahren um 29 % abgenommen. Quelle: Paul Loibner

Artikel vorlesen lassen

0:00 0:00

Konrad LIEBCHEN 2 Min. Lesezeit

Bewirtschaftete Almen bieten für die Gesellschaft über den Tourismus, den Naturschutz, die Jagd oder aber die Lebensmittelproduktion mannigfaltige Leistungen, die es zu erkennen, zu erhalten und auch zu unterstützen gilt, so das Credo der Veranstaltung. Die Almwirtschaft spielt in Österreich eine große Rolle. Alleine im Bundesland Salzburg werden 1.742 Almen mit einer Fläche von 65.000 ha bewirtschaftet. Fast 58.000 Nutztiere werden jährlich alleine in Salzburg aufgetrieben. Während im Österreichschnitt weniger als ein Viertel aller Betriebe Tiere auf Almen treiben, sind es in Salzburg mehr als die Hälfte. Die Zahl der almauftreibenden Betriebe hat österreichweit in den letzten 25 Jahren allerdings um 29 % abgenommen. Leider nimmt auch die Zahl der Almen und der aufgetriebenen Großvieheinheiten (GVE) in den letzten Jahren kontinuierlich ab. Gab es im Jahr 2000 noch mehr als 9.000 bewirtschaftete Almen in Österreich, so waren es 25 Jahre später nur noch 7.971 Almen, was einen Rückgang von 13 % bedeutet. Es werden aber noch immer 261.000 Tiere österreichweit gealpt. Als die größten Herausforderungen der heimischen Almwirtschaft gelten:

  • Extremwetter – mehr Hitze und Trockenheit, stärkere Unwetter
  • Durch den Rückgang der bäuerlichen Betriebe gibt es weniger Almtiere, dadurch werden auch weniger Almen bewirtschaftet.
  • Personalmangel – weniger Bauern, weniger Hirten
  • geringe Wirtschaftlichkeit und hohe Kosten
  • Konflikte mit Tourismus und Naturschutz

Förderungen sollen bestehen bleiben

Der Südtiroler EU-Abgeordnete Herbert Dorfmann berichtete, dass in der neuen GAP die Zweisäulenstrategie innerhalb der Agrarpolitik aufgegeben und die Agrar- sowie die Regionalpolitik aus einem Topf bedient werden soll. Um agrarische und damit auch almwirtschaftliche Unterstützungen weiterhin zu erhalten, wird es nötig sein, dass die Nationalstaaten ihre bewährten Programme und Förderstrategien weiter konzeptionell beibehalten. Er geht davon aus, dass dies in Österreich der Fall sein wird und auch in Zukunft Förderschienen für Almwirtschaft im Rahmen der neuen Agrarpolitik zur Verfügung stehen werden. Einzig und alleine der gesamteuropäische Förderkuchen für Agrar- und Regionalentwicklung dürfte einigermaßen gleich datiert werden für die neue Förderperiode, berichtete Dorfmann weiter. Wie viel Geld aber die Almwirtschaft in der neuen GAP bekommen wird, hängt vor allem von nationalen Befindlichkeiten bzw. Programmdetails ab.

„Bewirtschaftung ist Bedingung für Naturschutz“

Zum Thema Naturschutz und Alm referierte Gregor Grill von der LK Salzburg. Für ihn sind die Almen Ergebnisse bewusster Gestaltung, deren ökologische Vielfalt aufgrund der Nutzung entstanden ist. Schutz, Nutzung und Gestaltung der Almen sind keine Gegensätze, sondern funktional miteinander verbunden. Der alpine Raum ist Ausdruck einer Natur, die durch Arbeit, Wissen und Verantwortung auf Basis von Eigentum geschaffen wurde. Die Nutzung der Almen ist daher keine Beeinträchtigung, sondern eine Erhaltungsbedingung. Nur ein Naturschutz, der den Menschen als integralen Bestandteil der funktionsfähigen Natur begreift, wird gesamtgesellschaftliche Akzeptanz und ökologische Qualität erreichen.

Weitere interessante Aussagen dieser Veranstaltung unter anderem von Christian Fritz von der HBLFA Raumberg Gumpenstein, Jurist Hans Gföller von der LK-Tirol, Salzburgs Landesjägermeister Maximilian Mayr Melnhof, Prof. Wilhelm Windisch und Diätologin Maria Anna Benedikt lesen Sie in der neuen Ausgabe von Schafe & Ziegen aktuell! Hier gratis Probeheft oder Abo bestellen.

 

Mehr zu Ziege

Alle Artikel zu Ziege

Kommentare

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte an.

Kommentar schreiben Konto erstellen

Anmelden, um diese Funktion zu nutzen.

Mit einem kostenlosen Konto können Sie diese Funktion nutzen und von jedem Gerät auf Ihr Benutzerkonto zugreifen.

oder

Ein Konto ist kostenlos. Für abo-pflichtige Artikel und LANDWIRT KI benötigen Sie zusätzlich ein Abo.

Nach oben