AgrarpolitikAMA-Marketing gibt Überblick über Agrarexporte

AMA-Marketing gibt Überblick über Agrarexporte

Julia Göschelbauer (Exportmarketing), Christina Mutenthaler-Sipek (GF AMA-Marketing) und Lorenz Mayr (Aufsichtsratsvorsitzender AMA-Marketing).
Quelle: AMA-Marketing / Thomas Weinhold

Der Wert der gesamten Agrarexporte erhöhte sich in den ersten drei Quartalen 2025 von rund 12,6 Mrd. Euro im Jahr 2024 auf 13 Mrd. Euro (+3,2 %). Gleichzeitig ging die Exportmenge von 8,1 auf 7,8 Mio. t zurück (-3,7 %). Die Agraraußenhandelsbilanz lag im Beobachtungszeitraum bei minus 1,9 Mrd. Euro. Nur knapp 20 % der Agrarexporte gehen in Drittstaaten. Der österreichische Agrarexport konzentriert sich  auf den EU-Binnenmarkt. 60 % des Exportwertes geht in direkte Nachbarländer.

Mit rund 40 % des Exportvolumens ist Deutschland mit Abstand wichtigster Handelspartner. In den ersten neun Monaten 2025 wurden Agrarwaren im Wert von fünf Mrd. Euro exportiert – ein Plus von 3,3 % gegenüber 2024. Gleichzeitig stiegen die Importe auf 4,9 Mrd. Euro, womit (das sechste Jahr in Folge) eine positive Außenhandelsbilanz von 220 Mio. Euro erzielt wurde. Das ist vor allem veredelten Produkten wie Wurst, Speck und Käse zu verdanken.

Österreichs Fokus liegt auf der Veredelung

Christina Mutenthaler-Sipek, Geschäftsführerin der AMA-Marketing dazu: „Es freut uns sehr zu sehen, wie stark sich Österreich im Export als Land der Veredelung positioniert. Hochwertig verarbeitete Lebensmittel treffen international den Geschmack der Zeit und bestätigen den erfolgreichen Weg unserer Produzenten.“
Während alkoholfreie Limonaden weiterhin das Ranking anführen – allerdings mit rückläufiger Tendenz – zeigen veredelte Produkte aus Fleisch, Milch, Obst, Gemüse und Getreide ein deutliches Wachstum. Auch Geflügel- und Rindfleisch zählen zu den wichtigsten Exporten nach Deutschland, obwohl gerade bei Geflügel auch der Inlandsbedarf stetig steigt.
Auch Backwaren aus Österreich verzeichnen ein kräftiges Wachstum: Die Exporte nach Deutschland stiegen gegenüber dem Vorjahr um mehr als 20 % im Wert und nahezu ebenso stark in der Menge. Besonders gefragt sind süße und salzige Snacks, Waffeln sowie Feinbackwaren. Rund 10 % entfallen auf frisches Brot und Gebäck.

Qualität sichtbar machen

Die Ergebnisse bestätigen aus Sicht der AMA-Marketing die Stärke Österreichs bei hochveredelten Produkten aus qualitätsgeprüften Rohstoffen. „Unser Ziel ist, wo immer möglich, die regionale Herkunft der Urprodukte und die kontrollierte Qualität mit dem AMA-Gütesiegel und AMA-Biosiegel sichtbar zu machen“, so Christina Mutenthaler-Sipek. Positiv auf den Exportmarkt, vor allem in Deutschland, niedergeschlagen hat sich laut Mutenthaler-Sipek zuletzt das AMA Gütesiegel „Tierhaltung plus“.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Warenkorb

Der Warenkorb ist leer.
Gesamt: 0,00