BioBio-LebenAuf den Hund gekommen: Hundezucht am Bio-Bauernhof

Auf den Hund gekommen: Hundezucht am Bio-Bauernhof

Kerstin Aßlaber mit Welpe
Hundezucht am Bio-Bauernhof
Quelle: Natalie Honetz

Kerstin Aßlaber geht den Kiesweg von ihrem Haus zu den Hundeställen entlang, begleitet von lautem Gebell. Sie öffnet die Pforten der isolierten Hundehütten und lässt die Sennenhunde raus ins Grüne. „Die Hundeweide ist ideal zum Laufen und zum Spielen für das Rudel. Dort können sich die Tiere auspowern.“ Der Hundehof liegt in Friesach (Kärnten) auf knapp 1.150 Metern Seehöhe, auf einem verhältnismäßig flachen Platz. Aßlaber hat den Hof 2015 von ihren Eltern übernommen und bewirtschaftet seitdem knapp 80 Hektar Grünland und Wald biologisch. Auf ihrem Betrieb befinden sich neben etwa 20 Mutterkühen auch gut 15 Hunde. Bereits 2011 hat die Landwirtin begonnen, Chihuahuas zu züchten. Bald darauf gesellten sich Berner Sennenhunde, Große Schweizer Sennenhunde und Entlebucher Sennenhunde dazu. Die Hundezucht sei für sie schon lange kein Hobby mehr, sondern ein eigener Betriebszweig geworden, erklärt die junge Frau. Die abgeschiedene Lage sei ideal, sagt sie: „Mit direkten Nachbarn kannst du keine Hundezucht betreiben.“

Sennenhunde
Kerstin Aßlaber züchtet drei verschiedene Arten von Sennenhunden. Von rechts nach links: Große Schweizer, Entlebucher und Berner Sennenhunde.
Quelle: Natalie Honetz

Hunde als zweiter Betriebszweig

Vor zwei Jahren entschied sich Kerstin Aßlaber, ihre Hundezucht zu erweitern, so dass die Zucht mittlerweile neben der Mutterkuhhaltung zur Hälfte des Einkommens beiträgt. Diesen Schritt bereut sie nicht: „Meine Leidenschaft waren schon immer die Hunde. Natürlich mag ich meine Kühe, aber mit dem Hund gehe ich ein komplett anderes Verhältnis ein.“ Kerstin Aßlabers Tag beginnt um 6 Uhr im Welpenstall. Erst danach, meist gegen 7 Uhr, geht die Bäuerin zu den Kühen. Währenddessen lässt Aßlaber ihre Hunde auf die Hundeweide. Anschließend werden die erwachsenen Hunde gefüttert. Oftmals kommen Besucher unter der Woche Welpen anschauen, am Wochenende ist noch mehr los. Mittags werden die Welpen wieder gefüttert. Am Nachmittag kommt entweder erneut Besuch oder Aßlaber erledigt anstehende landwirtschaftliche Tätigkeiten. Die Stallzeit am Abend beträgt erneut rund vier Stunden, wobei die Landwirtin dann auch mit einigen Hunden spazieren geht.

Kerstin Aßlaber auf der Hundewiese
Die Hundeweide hat Kerstin Aßlaber angelegt, damit auch die Sennenhunde genügend Auslauf und Platz zum Laufen und Spielen haben.
Quelle: Natalie Honetz

Was dieser Artikel noch bereithält:

  • Die Welpen kommen
  • Der Hund muss zum Menschen passen
  • Mit der Hundezucht beginnen
  • Auflagen beachten