ForstAusnahmeregelung für Kleinwaldbesitzer erreicht

Ausnahmeregelung für Kleinwaldbesitzer erreicht

Die Ausnahmeregelung könnte die momentan angespannte Situation für die kleinen Betriebe etwas entschärfen.
Quelle: Jäger

Für kleine Waldbesitzer ohne Buchführungspflicht, die meist nicht jedes Jahr die gleiche Holzmenge einschlügen, habe es mit den bisher bestehenden Regelungen einige Unklarheiten gegeben. Jetzt stehe fest, dass insgesamt 75 Festmeter frisches Fichtenholz unabhängig von den Einschlagsbeschränkungen in jedem einzelnen Betrieb eingeschlagen und verkauft werden dürften. Alternativ dazu bleibe die Regelung unverändert, dass je Hektar Betriebsfläche 4,25 Festmeter geschlagen und vermarktet werden könnten, erläuterte Kaniber. Sollte unabhängig davon ein Waldbesitzer durch die Einschlagsbeschränkung von einer wirtschaftlich unbilligen Härte getroffen werden, bestehe die Möglichkeit, beim jeweiligen Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Ausnahmeregelungen zu beantragen. „Ich freue mich sehr, dass wir damit die Situation für unsere kleinen privaten Waldbesitzer rasch und unbürokratisch entschärfen können“, erklärte die Ministerin.

Am Holzmarkt ändert sich nichts

Der agrarpolitische Sprecher der CSU im Bundestag, Artur Auernhammer, begrüßte die Entscheidung. Diese könne die momentan angespannte Situation für die kleinen Betriebe etwas entschärfen. An der Marktsituation wird sich nach Einschätzung von Auernhammer dadurch aber nichts ändern, weil auf dem Markt genügend Holz vorhanden ist, die Sägewerke aber schon seit längerer Zeit an ihrer Kapazitätsgrenze arbeiten und die vorhandenen Holzmengen gar nicht aufnehmen können. Darüber hinaus wies Auernhammer darauf hin, dass mit der Holzeinschlagsbeschränkungsverordnung auch steuermindernde Effekte verbunden seien, von denen Waldbesitzer und Unternehmen der Holzwirtschaft profitieren könnten. Auch der forstpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Alois Gerig, hob hervor, dass es aktuell kein Mengenproblem beim Holz gebe. Die derzeitige Materialknappheit im deutschen Holzbau sei ausschließlich ein Preisproblem. „Hier appelliere ich an die Solidarität der gesamten Branche und hoffe, dass die guten Preise möglichst bald bei den Waldbesitzenden ankommen“, sagte Gerig.

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