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Rubrik Familie

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Bäuerinnen fordern bessere finanzielle Absicherung

Bäuerinnen- und LandFrauenorganisationen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Südtirol fordern einen besseren Zugang von Frauen zu Finanzierung und Agrarförderung. Beim Vier-Länder-Treffen in Hamburg stand zudem die soziale und finanzielle Absicherung mitarbeitender Frauen im Mittelpunkt.

Quelle: Deutscher LandFrauenverband e.V. (dlv)

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Angelika Leitner 1 Min. Lesezeit

Beim jährlichen Vier-Länder-Treffen der deutschsprachigen Bäuerinnen- und LandFrauenorganisationen in Hamburg forderten die Vertreterinnen bessere wirtschaftliche Rahmenbedingungen für Frauen in der Landwirtschaft.
Frauen übernehmen auf landwirtschaftlichen Betrieben häufig unternehmerische Verantwortung, sind aber bei Eigentum, Vermögensaufbau, Altersvorsorge sowie beim Zugang zu Krediten und Fördermitteln teilweise benachteiligt.
Die Verbände fordern deshalb, bestehende Hürden bei Kreditvergabe und Agrarförderung abzubauen. Als mögliche Hindernisse nennen sie unter anderem kleinere Betriebsgrößen, fehlende Sicherheiten oder einen fehlenden Status als Betriebsleiterin.

Mehr Beratung und finanzielle Absicherung

Ausgebaut werden sollen zudem Bildungs-, Beratungs-, Coaching- und Netzwerkangebote. Sie sollen Frauen insbesondere bei Betriebsübernahmen, Gründungen, Investitionen und Finanzierungsfragen unterstützen.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die eigenständige soziale Absicherung von Frauen, die auf landwirtschaftlichen Betrieben mitarbeiten. Als Beispiel nennen die Organisationen die Schweiz, wo Direktzahlungen teilweise an den Nachweis eines Versicherungsschutzes für mitarbeitende Partner gekoppelt sind.

Irene Neumann-Hartberger von der Arbeitsgemeinschaft Österreichische Bäuerinnen betonte die Bedeutung von Finanzwissen und einer besseren Absicherung. Antonia Egger-Mair von der Südtiroler Bäuerinnenorganisation verwies darauf, dass auch von Frauen eingebrachte Eigenmittel und Leistungen abgesichert werden sollten.

Die vier beteiligten Verbände vertreten gemeinsam rund 646.000 Bäuerinnen und LandFrauen. Das Treffen dient dem Austausch zu agrar-, gesellschafts- und frauenpolitischen Themen und der Entwicklung gemeinsamer Positionen.

Kontakt zum Autor

Angelika Leitner

LANDWIRT Redaktion

Aufgewachsen auf einem Bergbauernhof in der Steiermark, den jetzt ihr Bruder mit Familie weiterführt. Nach der landwirtschaftlichen Fach- und Mittelschule schnupperte sie kurz in die Gastronomie und Bio-Kontrolle. Seit 2005 ist sie beim LANDWIRT tätig, von 2016 bis 2022 fungierte sie gemeinsam mit Johannes Paar als Chefredakteurin. Sie ist für die Rubrik Familie, Haus und Garten zuständig. Angelika Leitner ist Mutter von zwei Kindern und lebt mit Hühnern und Wachteln auf einem ehemaligen Bauernhof in der Obersteiermark.

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