AgrarpolitikBauern demonstrieren in Wien

Bauern demonstrieren in Wien

0:00 0:00
Quelle: Scharfsinn/shutterstock.om

Hunderte Bauern haben am 1. April in Wien für bessere Zukunftsperspektiven demonstriert. Zu den Protesten hatte der neu gegründete Verein „Bündnis Zukunft Landwirtschaft“ aufgerufen. Gefordert wird unter anderem eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung bei verarbeiteten Lebensmitteln und der Abbau bürokratischer Hürden. Die Kundgebung startete um 13 Uhr vor dem Landwirtschaftsministerium, später ging es zur Abschlusskundgebung vor dem Parlament.

Die Organisatoren sprachen von mehr als 200 Traktoren, die an dem Demozug entlang der Ringstraße teilnahmen. Im Vorfeld der Demonstration hatten Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig, der Österreichische Bauernbund, die FPÖ und die Umweltschutzorganisation Greenpeace Verständnis für die Anliegen der Bauern gezeigt. „Wir agieren überparteilich und wollen uns nicht parteipolitisch vereinnahmen lassen“, stellte Vereinsgründer Sebastian Bauer gegenüber der APA jedoch klar. Man richte die Forderungen unter anderem an das Landwirtschafts-, Wirtschafts- und Gesundheitsministerium, so der Bauernvertreter. Der Verein mit Sitz in Pamhagen (Neusiedl am See) wurde Anfang März ins Vereinsregister eingetragen.

Die Organisatoren sprachen von mehr als 200 Traktoren, die an dem Demozug entlang der Ringstraße teilnahmen.
Quelle: Rinderzucht Tirol

Existenz vieler landwirtschaftlicher Betriebe ist gefährdet

Angesichts steigender Kosten für Diesel und Dünger sowie stagnierender Preise für landwirtschaftliche Produkte sieht das „Bündnis Zukunft Landwirtschaft“ die Existenz vieler Höfe gefährdet. Ziel der Versammlung sei „ein gemeinsamer Schulterschluss der landwirtschaftlichen Interessenvertretungen, um auf die angespannte wirtschaftliche Lage der Betriebe aufmerksam zu machen“.

Die geäußerten Forderungen sind für Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig „völlig berechtigt“. Er habe mit den Organisatoren der Kundgebung bereits am vergangenen Freitag im Landwirtschaftsministerium über diese Anliegen gesprochen. Totschnig hatte zuletzt die Wiedereinführung der Ende 2025 ausgelaufenen Diesel-Steuerbegünstigung für Landwirte und ein Aussetzen der CO2-Grenzsteuer auf Düngemittel gefordert. „Entscheidend ist jetzt der Schulterschluss, damit wir rascher Ergebnisse für unsere Bäuerinnen und Bauern und für die Bevölkerung erzielen“, so auch Bauernbund-Präsident Georg Strasser.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Warenkorb

Der Warenkorb ist leer.
Gesamt: 0,00