KommentarBeim Anderen ist das Gras nicht grüner

Beim Anderen ist das Gras nicht grüner

Senior beim Spähen
Hinter kritischen Blicken der Gesellschaft auf Bauern steckt oft auch ungerechtfertigter Neid.
Quelle: Rainer Fuhrmann/shutterstock.com

Ein Gespräch mit Bekannten von außerhalb der Landwirtschaft bei einer Feier. Mein Gegenüber sind Frauen und Männer Ende 30, Anfang 40. Manche haben sich ein Haus neu gebaut oder ein renovierungsbedürftiges Eigenheim gekauft, andere zahlen hohe Mieten für eine 60-m²-Wohnung in der Großstadt.

Wir sitzen beim Essen zusammen, als sich eine der Anwesenden echauffiert: „Wir müssen uns das Geld für das Abbezahlen unseres Hauskredits selber erarbeiten. Den Bauernkindern geht es gut, die erben alle so viel, riesige Anwesen, einen großen Garten, Äcker und Wald.“ Ein Glück, könnten sie doch jederzeit ein Feld veräußern, um sich materielle Wünsche zu erfüllen.

Ihr Partner stimmt dem zu: Er kenne auch ein paar Leute in ihrem Alter, die auf den elterlichen Bauernhöfen wunderbar gemütlich wohnen oder als weichende Erben ordentlich ausbezahlt wurden. Die Freundin einer Freundin habe einen Bauern geheiratet. Er schenkte ihr einen Pool samt Poolhaus. Vor dem Hof stünden immer zwei große Traktoren und ein Lader, wundert sich der Erzähler.

Was dieser Beitrag noch bereithält:

  • Neid auf Bauern
  • Woher kommt der Neid?
  • Neid unter Bauern
  • Was können wir dagegen tun?

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