Rund zwei Milliarden Euro Fördermittel erhielt Griechenland bisher pro Jahr von der Europäischen Union. Zum Teil zu unrecht, wie jetzt bekannt wurde. Rund sieben Millionen Schafe sollen laut der griechischen Agrar-Behörde auf der Insel Kreta weiden. Eine Zahl die bezogen auf die Gesamtfläche der Insel nicht möglich ist. Neben den „Geisterschafen“ wurde etwa auch eine Bananenplantage am Olymp mit EU-Mittlen finanziert. Diese gab es aber gar nie. Vor Kurzem flog der Betrug auf. Die Folge: Die Behörde soll laut der griechischen Regierung geschlossen und Ermittlungen eingeleitet werden. Die EU forderte indes bereits 400 Millionen Euro von Griechenland zurück. Auch die Europäische Staatsanwaltschaft hat sich eingeschaltet und einen 3.000 Seiten umfassenden Bericht nach Athen gesendet. Der griechische Premierminister Kyriakos Mitsotakis, der ebenfalls von der Insel Kreta stammt, bestreitet vom Betrug gewusst zu haben. Im wird nachgesagt, sich dadurch Stimmen erkämpft zu haben. Er beabsichtigt nicht sein Amt niederzulegen.
Kommentare