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Erich kommt zur Haustür herein. „Ich fahre jetzt dann zur Versammlung. Was soll ich anziehen?“ Seine Frau hat, wohlwissend, schon das Hemd aufgebügelt und die Hose hergerichtet.
Elfriede überlässt ihrem Mann die ganzen finanziellen Angelegenheiten. Sie weiß weder, wie hoch der Kontostand ist, noch wie das Online-Banking funktioniert.
Hanna sitzt in der Schule und rechnet. Ihre Freundin und Sitznachbarin fragt sie: „Was muss ich da hinschreiben?“ Nicht weil sie es nicht kann, sondern weil es so einfach bequemer ist. Hanna hilft ihr und ist stolz, dass sie die Antwort weiß. Beispiele wie diese haben alle eines gemeinsam: Man kann sie unter dem Begriff „Borrowed Functioning“ zusammenfassen.
Paarcoach Sandra Teml-Wall wählt dafür den Begriff Gehirnausleihung. Er beschreibt das Erleben vieler Menschen präzise: Es fühlt sich an, als würde einer für zwei denken.
Was dieser Artikel noch bereit hält:
- Gehirnausleihung und Borrowed Functioning
- Wie es entsteht
- Es braucht zwei
- Bis es kippt
- Was tun?
- Was neurobiologisch dahinter steht
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