Mit einem Rekordumsatz hat die Schweizer Bio-Branche das Jahr 2025 abgeschlossen. Nach Angaben der Dachorganisation Bio Suisse wurden im Einzel- und Fachhandel sowie der Direktvermarktung und weiteren Absatzkanälen Erlöse in Höhe von 4,266 Mrd. Schweizer Franken (4,630 Mrd. Euro) erzielt; das waren 2,8 % mehr als im Vorjahr.
„Bio hat sich etabliert und ist ein immer wichtiger werdender Bestandteil unseres Ernährungssystems“, fasste Bio Suisse die Entwicklung zusammen. Nach Angaben des Verbandes hat die ökologisch bewirtschaftete Fläche Ende 2025 191.360 Hektar umfasst, was einem Anteil von 18,4 % an der Gesamtfläche entsprach. Mittlerweile wirtschaftet laut Bio Suisse fast jeder fünfte Betrieb in der Schweiz nach den Kriterien des Ökolandbaus.
Marktanteil liegt bei 12 %
Dem Dachverband zufolge ist der Bio-Warenkorb in keinem anderen Land Europas so groß wie in der Schweiz. Mit Ausgaben von 468 Franken (508 Euro) pro Kopf habe das Land im vergangenen Jahr erneut auf Platz eins gelegen, vor Dänemark, Österreich, Luxemburg und Schweden. Zudem habe die Bio-Branche 2025 im Einzelhandel einen Umsatzanteil im Lebensmittelbereich von 12,3 % gestellt; das sei im weltweiten Vergleich der höchste Wert.
Der stellvertretende Geschäftsführer von Bio Suisse, Balz Strasser, gab das strategische Ziel aus, den Bio-Marktanteil von heute 12,3 % bis 2030 auf 15 % zu steigern. Das sei nur zu erreichen, wenn der Einzelhandel weiter auf Bio setze. Der Absatzkanal sei mit einem Anteil von fast 80 % der „Bio-Motor“. Außerdem will Strasser den Anteil der Ökofläche an der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche sowie den Anteil der Bio-Betriebe bis 2030 auf jeweils 21 % gebracht sehen.

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