BioBio-BauernBio-Heumilch aus dem Tretmiststall

Bio-Heumilch aus dem Tretmiststall

Erschienen in: LANDWIRT bio 01/2026

Landwirte mit Kuh in Bio-Heumilch-Stall
Von der konventionellen Silomilch hin zur Bio-Heumilch. Diesen Weg sind Katrin Eckerstorfer und Georg Winkler gemeinsam gegangen.
Quelle: Natalie Honetz

Die Fleckviehkuh Daniela liegt zufrieden, gemächlich wiederkauend im Stroh. Sie schnauft, kurz steht der Kiefer still, dann kaut sie weiter. Die Milchkühe liegen auf einer Tretmistliegefläche – die so wie jetzt in den Wintermonaten zu einer beachtlichen Höhe angewachsen ist. „Das Leben hier auf dem Hof war für unsere Kühe vor vier Jahren noch ganz anders“, erinnert sich die 28-jährige Betriebsleiterin Katrin Eckerstorfer. Sie beobachtet ihre Tiere und genießt das gute Stallklima. „Damals hatten meine Eltern zehn Milchkühe, dauernde Anbindehaltung und einen veralteten Stall. Es wurde Silage gefüttert“, führt sie weiter aus. Ihr Bruder war als Hofnachfolger geplant. Katrin Eckerstorfer machte die Lehre zur Bürokauffrau mit Matura und studierte an der BOKU. Sie begann im Biokompetenzzentrum Schlägl zu arbeiten – dort ist sie aktuell noch fünf Wochenstunden tätig. „Mein Bruder war fest in seinem Beruf verwurzelt und hat uns so den Betrieb überlassen, den Georg und ich seither ziemlich umgekrempelt haben“, schmunzelt die Bäuerin.

Bio als Lebenseinstellung

2021 übernahm das junge Paar, beide damals 24 Jahre alt, den Hof von Katrins Eltern. Die Landwirtin erinnert sich: „Wir wussten schon, dass es so für uns nicht weitergeht. Es war klar, wenn wir weitermachen, dann nur biologisch.“ Katrins Freund, Georg Winkler, stammt ursprünglich von einem Bio-Heumilch-Betrieb. „Für uns ist Bio nicht einfach nur ein Siegel, sondern eine Lebenseinstellung. Wir leben sie auch privat, denn du bist, was du isst“, ist die Jungbäuerin überzeugt. „Eine andere Option als Bio gab es für uns als Produzenten nie“, stimmt Georg ihr zu.

Was dieser Artikel noch bereithält:

  • Bio-Heumilch
  • Neuer Stall mit Tretmist
  • Kühe umlernen
  • Melkstand statt Melkroboter
  • Schnitte auf Partien aufteilen
  • Keine Einzelboxen
  • Direktvermarktung im Bio-Eck

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