25 Jahre ist es her, dass sich die EU auf eine gemeinsame Gentechnik- Gesetzgebung einigte. Ohne Zulassung dürfen in der EU seitdem weder gentechnisch verändertes (GV) Saatgut noch GV Lebens- und Futtermittel verwendet werden. Wissenschaftliche Sicherheitsbewertungen stellen seitdem die Rückverfolgbarkeit und Kennzeichnung sicher. Nun aber will die EU die Regeln lockern. In einem sogenannten Trilog, einer Verhandlung an dem Vertreter des EU-Parlaments, des Rates und der Kommission involviert waren, einigten sich die Beteiligten im Dezember 2025 auf eine weitreichende Aufweichung der Gentechnik-Regeln. Dies betrifft auch die Auslobung. „Gentechnikfreie Milch ist überholt. Das kann weg“, sagt der Präsident des Bauernverbandes Schleswig- Holstein, Klaus-Peter Lucht am Berliner Milchforum im März 2026. Auch Björn Börgermann, Hauptgeschäftsführer des Milchindustrie-Verbandes spricht sich gegen eine Gentechnik-Kennzeichnung aus. Befürworter der neuen Vorgaben sehen in den Änderungen die Chance auf Verwendung von Pflanzensorten, die höhere Erträge bringen und widerstandsfähiger gegenüber dem Klimawandel sind.
Das hält der Artikel weiters für Sie bereit:
- Auswirkungen von Patenten auf Pflanzen
- Stimmen aus der Praxis und dem Bio Handel
- Wann fällt die finale Entscheidung?

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