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Rubrik Waldschutz

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Nur mit Abo: Borkenkäfer: Die Dürre wird nachwirken

Trotz der extremen Trockenheit blieb die große Borkenkäferwelle bisher aus. Warum das keine Entwarnung ist, wo neue Schäden drohen und was uns in zwanzig Jahren erwartet, erklärt BFW-Experte Gernot Hoch.

Gernot Hoch leitet das Institut für Waldschutz am Bundesforschungszentrum für Wald (BFW) in Wien. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen forstschädliche Insekten. Quelle: E. Mersich

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Reinhild Jäger 4 Min. Lesezeit

LANDWIRT: Trotz Trockenheit und Hitze hielt sich der Borkenkäferbefall in diesem Jahr bislang in Grenzen. Wie erklären Sie sich das?

Gernot HOCH: Eine Borkenkäfermassenvermehrung braucht Zeit, um sich aufzubauen. Extreme Hitze und Trockenheit haben die Bäume zweifellos stark geschwächt – es benötigt aber auch Käfer, die diese Situation nutzen können. Die erste Generation des Buchdruckers, die sich im Frühjahr entwickelt hat, ist tatsächlich unauffällig geblieben. Ich erwarte allerdings, dass wir – wie es sich derzeit bereits in vielen Regionen zeigt – noch verstärkt Schäden durch die zweite und dritte Generation, die Bäume im Sommer befallen haben, sehen werden. Einiges an Befall ist noch unentdeckt und wird sich erst in den kommenden Wochen oder gar über den Winter zeigen. Die Schäden durch die Dürre werden nachwirken, auch wenn sich die Wasserversorgung wieder bessern sollte.

Was dieser Artikel noch bereit hält:

  • Borkenkäfer nach Hitze und Trockenheit
  • Borkenkäfer-Schwerpunkte in Österreich
  • Höhere Lagen werden zum Risikogebiet
  • Regionale Entwicklung der Borkenkäferkalamitäten
  • Waldbewirtschaftung gegen Borkenkäfer
  • Nordischer Fichtenborkenkäfer und neue Schadarten
  • Forstschädlinge in 20 Jahren

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Kontakt zum Autor

Reinhild Jäger

LANDWIRT Redaktion

Bewirtschaftet einen land- und forstwirtschaftlichen Betrieb in der Obersteiermark mit dem Schwerpunkt Forstwirtschaft. Die Landwirtschaft mit Ackerbau, Pferden und Schafen betreibt sie biologisch. Bereits während und nach dem Landwirtschaftsstudium an der Universität für Bodenkultur war sie für den LANDWIRT tätig und arbeitete anschließend in einem Ziviltechnikerbüro für Landwirtschaft. Seit 2017 ist sie wieder im LANDWIRT Team und betreut die Rubrik Forst. Seit Juni 2025 ist sie Chefredakteurin.

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