RindBuch beleuchtet Geschichte der Tux-Zillertaler Rinderrasse

Buch beleuchtet Geschichte der Tux-Zillertaler Rinderrasse

Von links: Alois Huber „Hanser“, die Autoren Martin Reiter und Christian Moser, Johann Dengg „Floacher“, Josef Steinberger „Trieler“.
Quelle: Edition Tirol

Christian Moser und Martin Reiter präsentierten ihr neues Buch „Tux-Zillertaler“ im Gasthof Post in Strass. Auf 240 großformatigen Seiten mit rund 445 Bildern dokumentieren die Autoren die Geschichte der Tux-Zillertaler Rinderrasse.

Die Publikation beschäftigt sich mit der Entwicklung der Rasse von ihrer früheren Bedeutung in Tirol über den starken Rückgang bis hin zur heutigen Erhaltungszucht.

Älteste Rinderrasse Tirols

Die Tux-Zillertaler gelten als alte autochthone österreichische Rinderrasse. Es gibt sie in den Farbschlägen Braun und Schwarz, die als Tuxer bezeichnet werden, sowie in Rot als Zillertaler. Laut den Autoren wurden die Vorfahren der Tiere bereits vor rund 6.000 Jahren in Tirol domestiziert. Damit gilt die Rasse als älteste Rinderrasse Tirols. Historisch wurden die Tiere auch als „Tyroler Rasse“ bezeichnet. Die ältesten schriftlichen Hinweise auf die Rasse stammen aus der Zeit um 1800. Bereits 1877 wurde in einer Tiroler Zeitung auf die besondere Stellung der Tuxer Rinder innerhalb der Tiroler Rindertypen hingewiesen.

Bedeutung in Tiroler Landwirtschaft und Brauchtum

Im 19. Jahrhundert waren die Tux-Zillertaler vor allem im Tiroler Unterland weit verbreitet. Geschätzt wurden sie unter anderem wegen ihrer Fleischqualität sowie ihrer Robustheit und Genügsamkeit unter schwierigen Futterbedingungen. Historisch spielten die Tiere auch im Tiroler Brauchtum eine Rolle. Bekannt waren insbesondere die sogenannten „Kuhstechen“, bei denen ausschließlich Tux-Zillertaler Kühe eingesetzt wurden. Die Siegerkuh wurde als „Moarin“ bezeichnet. Eine Besonderheit der Rasse ist zudem ihre Verbindung zu historischen Viehtrieben. So erinnert eine Votivtafel in St. Georgenberg bei Schwaz an einen Viehtrieb bis an die Wolga im Jahr 1848. Damals legten Tiere und Hirten rund 3.000 Kilometer zu Fuß zurück.

Fast ausgestorben

Der Niedergang der Tux-Zillertaler begann laut Buch Mitte des 19. Jahrhunderts. In den 1930er-Jahren wurden viele Tiere nach Wien verkauft. Mitte der 1970er-Jahre existierten nur noch wenige Tiere, die Rasse galt zeitweise bereits als ausgestorben. Erst durch das Engagement einzelner Unterstützer, darunter Pfarrer Ambros Aichhorn und Andreas Moser von der Bezirkslandwirtschaftskammer Schwaz, wurde die Erhaltungszucht vorangetrieben. Mit der Gründung der Vereinigung der Tux-Zillertaler Züchter Tirols im Jahr 1986 wurde die Grundlage für den Fortbestand geschaffen. Heute gibt es laut den Autoren wieder rund 2.000 Tiere.

Buch im Verlag Edition Tirol erschienen

Das Buch „Tux-Zillertaler“ ist im Verlag Edition Tirol erschienen. Es umfasst 240 Seiten im Format A4 und enthält rund 445 Bilder. Der Verkaufspreis liegt bei 39 Euro.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Warenkorb

Der Warenkorb ist leer.
Gesamt: 0,00