Eine bessere Förderung von Frauen in der Landwirtschaft hat ein Bündnis von 14 Organisationen gefordert. Frauen übernähmen auf den Höfen elementare Aufgaben. Ihre Leistungen blieben aber „häufig unsichtbar“ und rechtlich ungleich anerkannt, heißt es in der gemeinsamen Erklärung, die jetzt unter der Überschrift „Nicht nur ackern, auch entscheiden“ zum Start des Internationalen Jahres der Frau in der Landwirtschaft veröffentlicht wurde.
Einen zentralen Ansatzpunkt für die Förderung sehen die Organisationen im Zugang zu Eigentum und Leitungspositionen. Zugangsbarrieren müssten beseitigt und Frauen darin unterstütz werden, Betriebe zu übernehmen. Ferner müsse Lohngerechtigkeit unabhängig vom Geschlecht verankert werden. Angesichts der bislang oft unzureichenden sozialen Absicherung von Frauen in der Landwirtschaft seien außerdem die Sozial- und Rentensysteme geschlechtergerecht umzubauen.
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Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten für Frauen
Wichtig ist den Organisationen darüber hinaus der Ausbau und die Verstetigung von Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten, die speziell Frauen unterstützen. Daneben müsse die politische Teilhabe von Frauen gestärkt werden. Als weiteres Handlungsfeld nennen die Organisationen die Arbeitssicherheit. Denn für Frauen in der Landwirtschaft bestünden besondere Gesundheitsrisiken, insbesondere während der Schwangerschaft und Stillzeit. Care-Arbeit auf den Höfen müsse monetär anerkannt und gerechter verteilt werden. Schließlich sei die Daseinsfürsorge im ländlichen Raum zu sichern.
Die Erklärung wurde verfasst unter anderem von der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU), dem Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), den Anbauverbänden Bioland, Demeter und Naturland sowie der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) und der Katholischen Landvolkbewegung (KLB).
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