LandlebenBundesbäuerinnentag 2026: Anliegen und Brennpunkte

Bundesbäuerinnentag 2026: Anliegen und Brennpunkte

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v.l.n.r. Josef Moosbrugger, Irene Neumann-Hartberger, BM Norbert Totschnig, Esther Bitschnau, Raschad Al-Khafaji, Josef Moosbrugger Pressekonferenz am Podium vlnr Irene Neumann-Hartberger, BM Norbert Totschnig, Raschad Al-Khafaji, Esther Bitschnau, Josef Moosbrugger
Quelle: Mathis Studio

Der Bundesbäuerinnentag 2026 stand unter dem Motto „regional verwurzelt, international vernetzt“ und führte mehr als 800 Gäste nach Feldkirch. Im Mittelpunkt stand das von den Vereinten Nationen ausgerufene „Internationale Jahr der Bäuerin“.

Bundesbäuerin Irene Neumann-Hartberger stellte dabei das Positionspapier „Was die Bäuerin/Frau in der Land- und Forstwirtschaft 2030 braucht“ vor. Die Inhalte basieren auf einer entsprechenden Umfrage. Das Papier wurde beziehungsweise wird an den EU-Bauernverband COPA, die FAO und Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig übermittelt.

Das Positionspapier der Bäuerinnenorganisation kann unter www.baeuerinnen.at/mediathek im Bereich Broschüren heruntergeladen werden.

Wirtschaft, Betreuung und Bildung als Kernthemen

Als zentrale Anliegen nannte Neumann-Hartberger wirtschaftliche Stabilität, soziale Absicherung, faire Teilhabe und mehr Gestaltungsspielraum. Gefordert werden unter anderem kostendeckende Erzeugerpreise, eine faire Abgeltung gesellschaftlicher Leistungen, bessere Kinderbetreuung im ländlichen Raum, Gesundheitsvorsorgeangebote und Investitionsförderungen.

Zudem fordern die Bäuerinnen flexible und zielgruppengerechte Bildungs- und Beratungsangebote, etwa zu Recht, Steuern, Unternehmertum, Digitalisierung, mentaler Gesundheit und Generationenmanagement. Ein besonderer Fokus soll auf junge Frauen, Quereinsteigerinnen und Nebenerwerbsbäuerinnen gelegt werden.

Unterstützung von FAO, Ministerium und LK Österreich

Raschad Al Khafaji, Direktor des FAO-Verbindungsbüros mit der EU und Belgien, betonte die Bedeutung von Frauen für Ernährungssicherheit, Resilienz und nachhaltige Entwicklung. Gleichberechtigter Zugang zu Land, Ressourcen und Entscheidungen sei dafür wesentlich.

Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig verwies auf die Bedeutung stabiler agrarpolitischer Rahmenbedingungen über 2027 hinaus und kündigte mehr Sichtbarkeit für die Leistungen von Bäuerinnen an. Mit der Initiative „Bäuerinnen im Fokus – Hof und Land in Frauenhand“ wollen das BMLUK, die Bäuerinnen Österreich und die LK Österreich Frauen in der Land- und Forstwirtschaft stärker in den Mittelpunkt rücken. Geplant sind dafür eine Landingpage, Social-Media-Aktivitäten sowie Informationen, Zahlen, Veranstaltungshinweise und Unterstützungsangebote.

Auch LK-Österreich-Präsident Josef Moosbrugger unterstützte die Forderungen des Positionspapiers. Er verwies zugleich auf bereits umgesetzte Maßnahmen der Landwirtschaftskammer, etwa bei sozialer und rechtlicher Absicherung sowie bei digitalen Bildungs- und Beratungsangeboten.

Sichtbarkeit auch in der Bildungsarbeit

Vorarlbergs Landesbäuerin Esther Bitschnau hob die Rolle von Bäuerinnen als Vermittlerinnen landwirtschaftlicher Themen hervor. Als Beispiel nannte sie „Schule am Bauernhof“, wo Kindern und Jugendlichen die bäuerliche Lebenswelt nähergebracht werde. Aus ihrer Sicht sollte jedes Kind in Österreich während der Schulzeit zumindest einmal ein solches Angebot besuchen.

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