1,5 Millionen Jungbäume für Österreich: Die Bundesforste starten in die Aufforstungssaison und setzen auf klimafitte Mischwälder.
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Forstfacharbeiter beim Pflanzen einer jungen Lärche.
Quelle: oebf/Wolfgang Lienbacher
Pünktlich zum Internationalen Tag des Waldes am 21. März starten die Österreichischen Bundesforste (ÖBf) in die Aufforstungssaison. Rund 1,5 Millionen Jungbäume sollen in den kommenden Monaten in sechs Bundesländern gepflanzt werden – das entspricht in Summe einer Fläche von knapp 800 Hektar. „Grundsätzlich forcieren wir in unseren Wäldern die natürliche Verjüngung des Waldes. Nach größeren Schadereignissen wie Stürmen oder Borkenkäferbefall braucht es jedoch gezielte Aufforstungen, damit sich die Wälder rascher erholen und sich offene Flächen wieder schließen“, erklärt Andreas Gruber, ÖBf-Vorstand für Forstwirtschaft und Naturschutz.
Die Rahmenbedingungen für die heurige Pflanzsaison sind derzeit grundsätzlich günstig. Während die Wintermonate Dezember und Jänner deutlich zu trocken ausfielen, brachten die überdurchschnittlichen Niederschläge im Februar eine spürbare Entlastung für die Waldböden. Entscheidend werden nun jedoch die kommenden Wochen sein. „Während sich viele über warme und sonnige Frühlingstage freuen, hoffen wir aus forstlicher Sicht vor allem auf weiteren Niederschlag“, sagt ÖBf-Vorstandssprecher Georg Schöppl. „Ausreichend Wasser im Boden ist die Voraussetzung dafür, dass die jungen Bäume gut anwachsen können.“
Mit den Aufforstungen treiben die Bundesforste den Umbau hin zu klimafitten Mischwäldern voran. Mehr als die Hälfte der gepflanzten Bäume sind Lärchen, der Fichtenanteil liegt bei etwa einem Viertel. Ergänzt wird durch Tanne sowie Laubbäume wie Eiche und Ahorn, insgesamt kommen rund 40 Baumarten zum Einsatz.
Schwerpunkte der Pflanzungen liegen in Oberösterreich, Salzburg, der Steiermark, Niederösterreich, Tirol und Kärnten.
Neben der Aufforstung sind Waldpflege und Borkenkäferbekämpfung entscheidend. Der Schädling profitiert von Hitze und Trockenheit, daher setzen die Bundesforste auf Monitoring und rasches Entfernen befallener Bäume. Insgesamt investieren sie heuer über 17 Millionen Euro in den Waldbau.
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