Almen prägen seit Jahrhunderten die alpine Kulturlandschaft und erfüllen neben ihrer wirtschaftlichen Funktion auch wichtige ökologische und gesellschaftliche Aufgaben. Sie sind Produktionsstandorte, Lebensräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten, Schutzräume vor Naturgefahren und zugleich stark frequentierte Erholungsgebiete. Gleichzeitig steht die Almwirtschaft zunehmend im Spannungsfeld von Klimawandel, Strukturwandel und steigenden gesellschaftlichen Erwartungen. Eine zentrale Herausforderung ist das Zuwachsen unzureichend beweideter Flächen. Werden Almweiden nicht regelmäßig oder zu wenig genutzt, breiten sich Problempflanzen wie Farne, Zwergsträucher oder Erlenbestände aus. Auch der natürliche Baumanflug nimmt zu. Langfristig führt Unterbeweidung zur Wiederbewaldung ehemals offener Flächen. Dadurch gehen Kulturlandschaften verloren, die über Jahrhunderte durch extensive Weidewirtschaft entstanden sind. Mit ihnen verschwinden artenreiche Magerstandorte, wertvolle Biodiversität sowie wichtige Futterflächen.
32. Internationale Almwirtschaftstagung
Von 24. bis 26. Juni 2026 wird Saalfelden im Pinzgau zum Treffpunkt der internationalen Almwirtschaft. Auf dem Programm stehen u. a. Themen wie neue GAP-Regelungen, Tourismus, Haftungsfragen und Exkursionen.
Mehr Infos und Anmeldung: sbg.lko.at/almwirtschaftstagung-2026 (Anmeldeschluss: 30. April 2026)
Was dieser Artikel noch bereit hält:
- Weidetiere sichern die Offenhaltung der Almflächen
- Tier-Vorbereitung und Weideführung gezielt planen
- Wasser, Trockenperioden und Futterengpässe auf der Alm
- Personal, Herdenschutz und Freizeitdruck als Herausforderungen
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