PflanzeGrünlandDas meiste Eiweiß kommt von einem Hektar Grünland

Das meiste Eiweiß kommt von einem Hektar Grünland

Erschienen in: LANDWIRT BIO 05/2017

Von Walter STARZ

Eine intensiv genutzte Mähwiese liefert rund 1.500 kg und eine intensive Dauerweide um die 2.000 kg XP/ha und Jahr. Damit das Grünland diese Eiweiß-Produktionsleistung erbringen kann, ist ein gut aufgebauter Pflanzenbestand notwendig. Durch ein dichtes und stabiles Grasgerüst werden sowohl der Mengenertrag als auch eine hohe Inhaltsstoff-Konzentration sichergestellt. Damit die hohe Qualität genutzt werden kann, müssen die Bestände immer zeitgerecht im Ähren-Rispen-Schieben gemäht bzw. intensiv beweidet werden. Je älter und höher die Bestände werden, desto geringer werden die Eiweißkonzentrationen, da die Ährenund Rispenstängel hauptsächlich aus Faserstoffen aufgebaut sind. Damit die Bestände grasund blattreich bleiben, sind auf intensiven Grünlandflächen mehr oder weniger regelmäßige Überund Nachsaaten notwendig. Sobald Lücken im Bestand auftauchen, müssen diese mit Übersaatmischungen geschlossen werden. Grasund kleereiche Vielschnittwiesen können bei früher Nutzung Eiweißgehalte von 14–18 % je kg TM erreichen.

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