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Der Roboter als Ampferstecher

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Von links: Pflanzenbauberaterin Julia Sommer vom AELF Kempten, Paltech-Gründer Felix Schiegg und Landwirtin Elena Mayer begleiten den Praxistest auf der Grünlandfläche in Oberdorf bei Martinszell.
Quelle: Herz

Normalerweise bedeutet Ampferbekämpfung vor allem eines: bücken, stechen, weitergehen. Auf der Grünlandfläche von Elena Mayer in Oberdorf bei Martinszell sieht das an diesem Tag anders aus. Zwei grüne Roboter bewegen sich selbstständig über die Fläche. Sobald sie eine Ampferpflanze erkennen, halten sie an. Ein Bohrer senkt sich zum Boden, dringt rund 15 cm tief ein und zerkleinert die Pflanze mitsamt ihrer Wurzel. Anschließend verschließt der Roboter das entstandene Loch und bringt Grassamen aus. Was auf den ersten Blick fast futuristisch wirkt, ist bereits Realität. Die Landwirtin hatte auf der Fläche mit einem massiven Ampferproblem zu kämpfen.

Auslöser waren Baumaßnahmen eines nahe gelegenen Supermarktes. Dabei wurde Humus abgetragen, anschließend musste die Fläche neu angesät werden. In den offenen Stellen konnte sich der Ampfer stark ausbreiten. „Das war wirklich ein massiver Ampferdruck auf der Fläche. Von Hand wäre das kaum zu schaffen gewesen. Ich hätte wochenlang Ampfer stechen müssen“, sagt Elena Mayer. Der Roboter nahm ihr diese Arbeit ab: Bereits 2025 wurden im Rahmen eines Schauversuchs zur Pflanzenschutzmittelreduktion im Grünland auf 0,5 ha Fläche etwa 1.550 Ampferpflanzen gezielt bekämpft. In einzelnen, besonders stark betroffenen Bereichen wurden 5 bis 30 Ampferpflanzen pro m² festgestellt.

Was dieser Artikel noch bereit hält:

  • Gezielte Ampferbekämpfung im Grünland
  • Ampfer als hartnäckige Problempflanze
  • Ampfererkennung mit künstlicher Intelligenz
  • Ampferroboter vor der Serienproduktion

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