TierSchweinDer Stall – vom Schwein aus gedacht

Der Stall – vom Schwein aus gedacht

Matthias Bart mit Schweinen
Matthias Barth setzt auf Tierwohl und Kundennähe.
Quelle: Buffler

Es ist die Ruhe vor der Party“, wie es Junglandwirt Matthias Barth nennt – Mittagszeit am Eckbauerhof. Noch liegt ein Großteil seiner 850 Mastschweine im stroheingestreuten Liegebereich des Offenstalls, manche auch auf den Spalten im vormaligen Auslauf bzw. heute Übergangsbereich zwischen Warm- und Offenstall. Kaum nähert sich der 32-Jährige, kommt Bewegung in die etwa 24 Gruppen mit je 35 Tieren. Der Älbler erklärt: „Jetzt springt aber ohnehin gleich die Flüssigfütterung an. Dann beginnt hier der Trubel.“

Tierwohl dient Schwein und Mensch

Bevor seine Worte im Gequieke der Schweine untergehen, erklärt Barth noch: „Wir haben im letzten Jahr 1,3 Millionen Euro in den Umbau investiert. Das war zugegeben nur mit der Förderung möglich. Die Tierhaltung fühlt sich für uns aber jetzt so richtig gut an. Es geht den Tieren besser und damit auch uns, weil wir weniger Stress und Arbeit haben. Außerdem können wir unseren Kunden sagen: Das ist genau so, wie ihr es wollt.“

Denn Familie Barth vermarktet alle ihre Schweine selbst. Im Hofladen genauso wie auf 20 Bauernmärkten jede Woche, auf denen sie mit insgesamt vier Verkaufswägen präsent ist.

Den neu- bzw. umgebauten Stall haben Matthias und sein Vater Hermann selbst geplant. „Grundlage für unsere Überlegungen war das Verhalten unserer ‚Sonnenschweine‘ aus der Weidehaltung“, erklärt der Landwirt.

Dabei handelt es sich um 100 Schwäbisch-Hällische Mastschweine, die sich zwischen Betriebsgelände und Straße auf rund 3 ha Weide tummeln. In der Mitte steht eine große Hütte für die Fütterung, darum verteilt mehrere kleinere, stroheingestreute Schwedenhütten als Liegebereiche.

Was dieser Artikel noch bereithält:

  • Direkte Wege
  • Gesunde Füße
  • Frischluft gegen Husten
  • Dreimal Flüssigfütterung
  • Tierwohl kein Selbstläufer

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