HubJagdDeutsche Jäger haben den Waschbär im Visier

Deutsche Jäger haben den Waschbär im Visier

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Der Waschbär ist eine Gefahr für Kröten in Deutschland.
Der Waschbär ist eine Gefahr für Kröten in Deutschland.
Quelle: Rolfes/DJV

Der Waschbär ist in Deutschland auf dem Vormarsch. Aber auch die Jäger hierzulande haben die Tiere im Blick. Im Jagdjahr 2024/25, das bis Ende März ging, haben deutsche Jäger 284.220 Waschbären erbeutet – etwa doppelt so viele wie vor zehn Jahren und zehnmal so viele wie vor 20 Jahren. Zu diesen Ergebnissen kommt der Deutsche Jagdverband (DJV). Die Bejagung der Waschbären ist wichtig, um heimische Arten zu schützen. Besonders Frösche, Kröten und Molche leiden laut DJV unter der Ausbreitung der Waschbären, die in Deutschland als invasive Art gelten.

Waschbären fressen Kröten

Der Waschbär sucht gezielt deren Laichgewässer oder Amphibienzäune auf. Er kann die giftige Krötenhaut abstreifen und gelangt so an das schmackhafte Schenkelfleisch. Neben Trockenheit und Straßenverkehr kann der nordamerikanische Kleinbär so zum lokalen Aussterben von Lurchen beitragen. Die Waschbär-Jagd ist deshalb ein wichtiger Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt. Laut DJV-Auswertung im Rahmen des Monitoringprogramms WILD werden vier von zehn Waschbären aus der Jagdstatistik mit Lebendfallen gefangen.

Für die dämmerungs- und nachtaktiven Beutegreifer ist diese Art der Jagd entsprechend wichtig als Managementmaßnahme. Der DJV fordert deshalb ein klares Bekenntnis der Politik zur Fangjagd. In über zwei Dritteln der Jagdreviere in Deutschland kommt der Waschbär bereits vor, zeigt die Auswertung von WILD-Daten für über ein Drittel der land- und forstwirtschaftlich genutzten Fläche Deutschlands. In den Hotspots Brandenburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt sind es sogar 90 % der Jagdreviere.

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