Wie die GeoSphere Austria in ihrer aktuellen Klimabilanz berichtet, war der Dezember 2025 von zahlreichen Hochdrucklagen geprägt. Typisch dafür war eine ausgeprägte Inversionswetterlage: In den Bergen herrschten milde Temperaturen und oft wolkenloser Himmel, während die Niederungen häufig unter Nebel und Hochnebel lagen.
Einer der trockensten Dezember der Messgeschichte
Laut Auswertung der GeoSphere Austria fielen im Dezember 2025 österreichweit rund 60 % weniger Niederschlag als im vieljährigen Mittel. Damit zählt der Monat zu den 15 niederschlagsärmsten Dezembern seit Beginn der Aufzeichnungen. Besonders trocken blieb es in großen Teilen West- und Nordösterreichs.
Außergewöhnliche Wärme im Bergland
Auf den Bergen war der Dezember 2025 laut GeoSphere Austria der zweitwärmste Dezember der Messgeschichte. Im Vergleich zur Klimaperiode 1991–2020 lagen die Temperaturen dort im Mittel um 3,6 °C über dem Durchschnitt. In den Niederungen fiel die Abweichung mit rund +0,9 °C deutlich geringer aus.
Viel Sonne oben, grauer Alltag unten
Die GeoSphere Austria verzeichnete im Bergland, vor allem in der Westhälfte Österreichs, um 30 bis 100 % mehr Sonnenstunden als in einem durchschnittlichen Dezember. In vielen tieferen Lagen – darunter Wien, das Burgenland, Teile Ober- und Niederösterreichs sowie das Klagenfurter Becken – gab es hingegen 50 bis 80 % weniger Sonne. In einzelnen Regionen wurden sogar neue Negativrekorde bei der Dauer ohne Sonnenschein gemessen.
Wenig Schnee in fast allen Höhenlagen
Nach Angaben der GeoSphere Austria brachte der Dezember 2025 aufgrund der Trockenheit und der milden Temperaturen deutlich weniger Schneedeckentage. Unterhalb von 500 m Seehöhe lag die Zahl der Schneedeckentage im Schnitt um etwa 75 % unter dem langjährigen Mittel, auch in höheren Lagen blieb die Schneedecke vielerorts deutlich unterdurchschnittlich.
Einordnung aus klimatologischer Sicht
Die GeoSphere Austria ordnet den Dezember 2025 als Beispiel für zunehmend ausgeprägte Winter-Inversionslagen ein. Während Hochlagen häufiger von mildem und sonnigem Wetter profitieren, nehmen in den Niederungen trübe und trockene Phasen zu – ein Muster, das in den letzten Jahren vermehrt zu beobachten ist.

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