Auf alpinen Grünlandflächen wird das Schwaden schnell zur Herausforderung. Steile Hänge, kupierte Flächen und steinige Böden verlangen Maschinen, die sauber arbeiten und gleichzeitig Sicherheit bieten. Mit Bandrechen, Pickup-Bandschwader sowie Kreisel- und Kammschwader stehen dafür unterschiedliche Systeme zur Verfügung. Gemeinsam mit der BLT Wieselburg und der HBLFA Raumberg-Gumpenstein haben wir in der letzten Saison vier Lösungen zum Schwaden am Steilhang getestet. Die Ergebnisse dieses Systemvergleichs präsentieren wir in einem Zweiteiler. In dieser Ausgabe stehen Schwadform, Futterverschmutzung, Räumbreite und Rechverluste im Fokus.
Die Herausforderungen auf einem Rinderbetrieb enden aber nicht bei der passenden Technik für die Futterernte. Auch der Umgang mit den Tieren hat seine Tücken. Wahrscheinlich kann nahezu jeder Rinderhalter von einer brenzligen Situation berichten, die bestenfalls ohne schweren Unfall ausging. Die Ursache liegt selten im „schwierigen Tier“, sondern in dessen Angst oder fehlenden Ausweichmöglichkeiten.
Die gute Nachricht: Rinder kündigen meist an, wenn sich Spannung aufbaut. Wer das früh erkennt, kann reagieren. Genau hier setzt das Low Stress Stockmanship an: Tiere richtig lesen, ihr Verhalten nicht vermenschlichen und Druck gezielt einsetzen – und vor allem rechtzeitig wieder wegnehmen. Philipp Wenz, Landwirt, Agrarwissenschaftler und Berater, vermittelt diesen Ansatz seit rund 20 Jahren praxisnah. Im LANDWIRT Interview gibt er wertvolle Tipps zum stressarmen Umgang mit Rindern.
Ob bei der Futterernte oder im täglichen Umgang mit den Tieren: Am Ende geht es darum, die Arbeit am Betrieb sicher und gut zu bewältigen. Genau dabei wollen wir Sie mit Informationen aus der Praxis bestmöglich unterstützen.
Im Namen der Redaktion wünsche ich Ihnen und Ihrer Familie frohe Ostern!
Ihre Reinhild Jäger
Kommentare