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Nur mit Abo: „Die Aufgaben in der Schweinehaltung sind keine einfachen“
In Deutschland werden in den nächsten Jahren wohl viele Ferkelerzeuger das Handtuch werfen. Für Österreichs Bauern gibt es Hoffnung, meint Josef Kaiser. Ein Gespräch über Standesvertretung, Ärger mit Tierrechtlern und Mut zur Veränderung.
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Auf die deutschen Sauenhalter kommt der Umbau des Deckzentrums zu. Ab dem 9. Februar 2029 gilt in diesem Bereich die Gruppenhaltung. Bis Februar 2036 müssen Abferkelställe auf Bewegungsbuchten umgestellt sein. Aktuelle Umfrageergebnisse der Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) sind alarmierend: 28 % der Betriebe haben bereits jetzt beschlossen, bis 2036 aus der Sauenhaltung auszusteigen. 31 % sind sich noch nicht sicher, ob sie weitermachen wollen. Demnach stehen laut der ISN „60 % der deutschen Ferkelerzeugung auf der Kippe“.
In Österreich müssen Ferkelerzeuger ihre Abferkelställe bis 1. Januar 2033 auf Bewegungsbuchten umbauen. 2034 endet die Haltung von Schweinen in unstrukturierten Vollspaltenbuchten. Was also tun: Erst mal den Ball flachhalten und weitermachen bis die Fristen in Kraft treten? Oder Mut zum Risiko beweisen und jetzt schon viel Geld in die Weiterentwicklung des Betriebes investieren? Josef Kaiser ist nicht nur Ferkelerzeuger und Mäster, sondern neuerdings auch Standesvertreter der steirischen Schweinebauern. Im Interview verrät er, wie er sich an die künftigen, höheren Haltungsstandards herantastet und warum es wichtig ist, Tierschutzaktivisten nicht die Bühne zur Stimmungsmache zu überlassen.

LANDWIRT: Sie sind seit Kurzem Obmann der Erzeugergemeinschaft Styriabrid. Warum ist Ihnen Interessenvertretung wichtig?
Josef KAISER: Schweinefleisch ist, entgegen allen Trendprognosen, nach wie vor sehr gefragt und wird es als vielfältiges, nährstoffdichtes und schmackhaftes Lebensmittel auch bleiben. Dem österreichischen Konsumenten ist aus meiner Sicht auch die Herkunft wichtig – ein hier geborenes und aufgezogenes Schwein wird immer gefragt sein. Daher ist es mir wichtig, möglichst viele Betriebe in der Produktion zu halten und sie dabei zu unterstützen, sich weiterentwickeln zu können.
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