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LANDWIRT: Als Laborleiter eines auf Futtermittelproben spezialisierten Labors befürworten Sie vermutlich, dass jeder Landwirt Futtermitteluntersuchungen durchführen sollte. Welche Untersuchungen machen Sinn, welche kann man sich im Alltagsgeschäft sparen?
Wolfram RICHARDT: Grundsätzlich sollte jeder über die wichtigsten Nährstoffe in seinem selbst geernteten oder auch zugekauften Grundfutter Bescheid wissen, nur dann kann man nämlich wirtschaftlich und physiologisch sinnvoll Futtermittel kombinieren und ergänzen. Wenn ich weiß, was in meinem Grundfutter enthalten ist, kann ich bessere Entscheidungen im Management treffen. Wer Zukaufsfutter kontrolliert, weiß, was er bezahlt. Zu den wichtigsten Parametern gehören meiner Meinung nach Protein, Faser, Fett, Zucker und Stärke.
Wie sieht es mit Mineralstoffen aus?
Die Untersuchung von Mineralstoffen ist teurer als die Untersuchung der Grundnährstoffe. Es ist nicht notwendig, bei jeder Heu-, Gras-, oder Maissilageprobe die Mineralstoffe mit zu untersuchen. Was aber Sinn macht, ist diese in einer Probe aus der Totalmischration (TMR) zu analysieren.
Dann untersucht man einerseits auch automatisch das Zukaufsfutter mit und kann abgleichen, ob die berechnete Ration auf dem Papier mit jener am Futtertisch übereinstimmt.
Das erfahren Sie noch in diesem Interview:
- Für welche Betriebe eignet sich die Analyse nach dem amerikanischen, für welche nach dem deutschen System?
- Wie häufig sollten Grundfuttermittel untersucht werden?
- Wie sieht die richtige Probennahme am Fahrsilo, Ballen und Heustock aus?
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