Fäulnis ist die Gegenspielerin von Rotte. Sie entsteht – gerade auch im sauerstoffarmen Güllelager – leider von selbst. Durch die gemeinsame Lagerung von Harn und Kot ergibt sich eine „explosive“ Mischung im Sinne der enzymatischen und mikrobiellen Umsetzung. Eine regenerative Güllelagerung kann dem viel entgegensetzen. Wenn jetzt im Herbst die Güllegruben geleert werden, ist das die beste Gelegenheit, Fäulnis aus dem Wirtschaftsdüngerlager zu verbannen. Wird in der Lagergrube nicht gezielt angesetzt, sind viele zuvor gesetzte Maßnahmen – wie der Einsatz von Fütterungszusätzen oder die regelmäßige Behandlung von Laufgängen und Liegeboxen – stark vermindert oder sogar wieder zunichtegemacht. Die Grundlage für jede Umsetzung organischer Substanz ist mikrobielle Aktivität. Sie folgt den Prinzipien der Natur. Eines davon ist das Dominanzprinzip: Diejenigen Mikroorganismen, die in der Mehrheit sind, bestimmen das Milieu. Eine größere Population der „guten“ oder „schlechten“ Bakterien lenkt den Großteil der übrigen Mikroflora in ihre Richtung. Es entsteht eine Grundstimmung, die nur schwer wieder zu verändern ist.
Was im Beitrag sonst noch steht:
- das Dominanzprinzip
- Ecken behandeln
- Richtwerte bei der Behandlung
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