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Nur mit Abo: Die Weide der Zukunft: So machen Sie Ihre Weiden klimafit
Die Frage, ob es eine „klimafitte“ Weide gibt, lässt sich nicht mit einem konkreten Ja oder Nein beantworten. Standort und Pflanzenbestand müssen miteinander im Einklang stehen, um Weiden erfolgreich zu nutzen. Diese Möglichkeiten haben Sie dafür.
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Die letzten Jahre waren in den sonst so niederschlagsreichen Regionen Europas für viele Grünlandflächen eine Herausforderung. Gleichzeitig sorgen Starkregenereignisse für Überschwemmungen, verstärkte Trittschäden und überständiges Futter. Wetterextreme gab es schon immer, allerdings sorgen die kurzen Abstände zwischen Dürre- und Gewitterperioden für Handlungsbedarf. Dass eine Weideform für alle passt, ist daher nicht mehr zeitgemäß. Weidebetriebe sollten sich darüber Gedanken machen, welche Pflanzenbestände zukunftsfähig sind, auf ihre Weiden passen und mit welchem Weidesystem diese kombiniert werden sollten. Als Faustregel gilt: Der Standort bestimmt den Pflanzenbestand, der Pflanzenbestand bestimmt die Nutzungsintensität.
Wurzelsystem der Gräser
Die geringen Niederschläge setzen dem Futterwachstum generell zu. Auf Grünlandflächen leiden besonders die Weiden unter dem Wassermangel und den Hitzewellen. Grund dafür ist nicht etwa eine geringere Ertragsleistung der Weide, sondern viel mehr die häufigere Nutzung des Pflanzenbestandes. Während Wiesen je nach Standort meist ein- bis fünfmal gemäht werden, kommt es bei Weiden, in denselben Regionen, oft zu deutlich häufigeren Nutzungen. Dies kann zu seichteren Wurzelsystemen und ausgedörrten Beständen führen. Um zukünftigen Dürrephasen trotzen zu können, ist es somit wichtig den Zusammenhang zwischen Nutzungsintensität und Wurzeltiefgang zu verstehen. Generell gehören Obergräser (z. B. Knaulgras) tendenziell zu den Tiefwurzlern. Das Wurzelsystem der Untergräser (z. B. englisches Raygras) ist dichter, jedoch auch seichter.

Grundsätzlich wird auch ein Wechsel des Weidesystems daran nichts ändern. Allerdings hat das Management einen deutlichen Einfluss darauf, wie sehr die einzelnen Arten ihr Potenzial zum Wurzeltiefgang ausschöpfen können. Etwas vereinfacht erklärt, behalten Gräser nur die Wurzelmasse, die sie auch für die Erhaltung der oberirdischen Biomasse benötigen. Daher wird nach jeder Nutzung die Wurzelmasse reduziert und der Wurzeltiefgang unterbrochen. Je häufiger eine Pflanze genutzt wird, desto weniger tief kann sie wurzeln.
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