Mein BetriebDirektvermarktung und NischenDirektvermarkten: „Es geht nur über Klasse, nicht mit Masse“

Direktvermarkten: „Es geht nur über Klasse, nicht mit Masse“

Erschienen in: LANDWIRT 08/2026

Karin Maleninsky veredelt Streuobst zu Obstweinen, Sparklings, Essigen und Fruchtaufstrichen.
Quelle: Volker Weihbold

LANDWIRT: Streuobst zu verarbeiten bedeutet viel Arbeit für wenig Lohn. Warum tun Sie sich das an?

Karin MALENINSKY: Streuobstwiesen sind ein immaterielles Kulturgut und ökologisch extrem wertvoll. Die Bäume prägen das Landschaftsbild vieler Regionen. Manche sind weit über 100 Jahre alt und haben Generationen überdauert. Wenn sich wirtschaftlich kein Nutzen mehr ergibt, werden viele Streuobstflächen aufgegeben. Deshalb versuche ich, einen Beitrag zu leisten, indem ich Gründe und Obst von verschiedenen Streuobstwiesen und Gärten pachte und verarbeite. So bekommen die Früchte wieder einen Wert und die Bäume bleiben erhalten. Leider haben Leute, die Landwirtschaft nur von außen betrachten, oft ein sehr romantisches Bild: Sie denken an eine gepflegte Landschaft und an Tiere auf der Weide. Wer selbst Teil dieses Systems ist, weiß aber, wie viel Arbeit, Wissen und Verantwortung dahinterstecken.

Müssen wir die Konsumenten mit der harten Realität konfrontieren?

Ich glaube, dass beides nötig ist.  Man muss sowohl die Realität als auch die vielen schönen Geschichten rund um die Landwirtschaft darstellen. Natürlich lieben die Konsumenten das idyllische Bild vom Bauernhof, ich auch! Gleichzeitig müssen sie verstehen, wie viel Arbeit hinter einem Produkt steckt.

Was der Artikel noch bereithält:

  • Warum Prämierungen bei der Produktentwicklung und Vermarktung helfen
  • Kunden gewinnen und binden
  • Zukunftschancen für kleine Betriebe

 

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Warenkorb

Der Warenkorb ist leer.
Gesamt: 0,00