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Direktvermarktung – die neuesten Zahlen und Fakten
Die Direktvermarktung ist für viele bäuerliche Betriebe, darunter viele Schaf- und Ziegenhalter, ein wichtiges betriebliches Standbein geworden. Eine neue Studie zeigt die konkrete Bedeutung der bäuerlichen Direktvermarktung und ihr Potenzial sehr gut auf. Hier die wichtigsten Zahlen dazu.
Investitionen in die Direktvermarktung
In den letzten fünf Jahren haben die Betriebe im Schnitt rund 60.000 Euro in die Direktvermarktung investiert. Hochgerechnet ergibt dies ein Gesamt-Investitionsvolumen von 1,8 Mrd. Euro in fünf Jahren. Dies entspricht einem jährlichen Investitionsvolumen von 360 Mio. Euro.
91 % dieser Investitionen wurden an österreichische Firmen vergeben. Damit sichern diese Investitionen weitere 3.500 Arbeitsplätze in der vorgelagerten Wirtschaft. 53 % der Betriebe wollen weitere Investitionen im Bereich der Direktvermarktung tätigen, im Schnitt knapp 60.000 Euro je Betrieb.
Bei den Investitionsvorhaben geht es primär um Verkaufsräume, Maschinen und Technik für die Herstellung sowie Produktionsräume.
Geschlechterverhältnis in der Direktvermarktung
30 % sehen den Bauern als hauptverantwortlich für die Direktvermarktung, 27 % die Bäuerin und 38 % beide gemeinsam.
Zahl der Direktvermarkter in Österreich
Aktuell betreiben 29 % (2022: 28 %) der Landwirte in Österreich Direktvermarktung. Für 18 % hat die Direktvermarktung „große Bedeutung“. Die absolute Anzahl an Direktvermarktern hat sich gegenüber dem Jahr 2022 praktisch nicht verändert.
Zwar steigt der Anteil der Direktvermarkter leicht, die Gesamtanzahl der landwirtschaftlichen Betriebe ist aber rückläufig. Aktuell liegt die absolute Anzahl der DV-Betriebe bei knapp unter 30.000.
Arbeitsplätze durch Direktvermarktung
Im Schnitt gibt es auf Betrieben mit Direktvermarktung 0,91 Arbeitsplätze (Vollzeitäquivalent) mehr, als wenn dieser Betrieb keine Direktvermarktung betreiben würde. Auf Österreich hochgerechnet werden 27.500 Arbeitsplätze durch die Direktvermarktung direkt auf den Betrieben gesichert.
Einkommensanteil aus Direktvermarktung
Aktuell erwirtschaften DV-Betriebe 36 % ihres Einkommens aus Direktvermarktung (2022: 33 %). Nach wie vor gibt es allerdings große Unterschiede zwischen den Betrieben: 32 % erwirtschaften nur bis zu 10 % ihres Einkommens aus Direktvermarktung. Für 43 % sind es bis zu 50 % des Einkommens und für 25 % mehr als 50 % des Einkommens.
Fleisch und Fleischprodukte in der Direktvermarktung
Bei den Produktgruppen der Direktvermarktung gab es gegenüber 2022 keine gravierenden Verschiebungen. Am häufigsten werden Fleisch und Fleischprodukte (40 %), gefolgt von Eiern (19 %) und Fruchtsäften (18 %) direkt vermarktet.
Gründe für die Aufgabe der Direktvermarktung
17 % der Betriebe ohne Direktvermarktung gaben an, früher einmal direktvermarktet zu haben. Die Hauptgründe für die Aufgabe waren fehlende Arbeitskräfte und keine Zeit für die Direktvermarktung, der Generationenwechsel, hohe gesetzliche Auflagen, aber auch mangelnde Rentabilität
Neueinstieg in die Direktvermarktung
7 % aller Betriebe können sich vorstellen in die Direktvermarktung einzusteigen. Dieser Wert ist gegenüber 2022 unverändert. Ebenso unverändert ist der Anteil der Nicht-Direktvermarkter, für die ein Einstieg in die Direktvermarktung keine Option ist. Das gilt für 55 % aller Betriebe.
Ab-Hof-Verkauf als wichtigster Vertriebsweg
84 % der Produkte werden über den Ab-Hof-Verkauf abgesetzt. Es folgen die Gastronomie mit 32 % und die Zustellung bzw. der Lieferdienst mit 20 %. Für die Zukunft zeichnet sich ein Trend Richtung wenig personalintensive Selbstbedienungskonzepte sowie eigene und fremde Online-Shops ab.
Datenquelle zur Direktvermarktung
Alle Daten von KeyQUEST Marktforschung GmbH im Auftrag des Verbands der bäuerlichen Direktvermarkter Österreichs, Gutes vom Bauernhof.
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