GeflügelEier bleiben auch nach Ostern knapp

Eier bleiben auch nach Ostern knapp

Neben ausreichend gefärbten Eiern gibt es auch genügend Frischeier direkt vom Bauernhof.
Quelle: pixabay.com

Wie sicher ist die Versorgung mit Eiern? Vogelgrippe, Corona-Pandemie und Teuerung haben auch den Eiermarkt aus der Bahn geworfen. Die Ställe vieler Großbetriebe in Norddeutschland und anderen europäischen Ländern stehen deshalb leer. Innerhalb der EU-27 werden aktuell 40 Millionen Legehennen weniger gehalten. Und weil die Sogwirkung für die Flüssigei- und Eipulverherstellung sehr stark ist und die Färbereien mit hohen Energiekosten kämpfen, ist das Ostereier-Angebot heuer geringer.

Eier in den Geschäften knapp, Bauern helfen aus

„Vor 15 Jahren lag der heimische Selbstversorgungsgrad mit Eiern bei rund 75 %. Dank dem Fleiß unserer Bäuerinnen und Bauern, dem Bekenntnis heimischer Konsumentinnen und Konsumenten zu regionalen Eiern und der Agrarpolitik können uns unsere Bäuerinnen und Bauern mittlerweile fast zu 100 % mit Eiern selbst versorgen“, freut sich Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig und appelliert, weiterhin auf die heimische Herkunft bei Eiern zu achten.

Rund zwei Milliarden Eier legen Österreichs knapp acht Millionen Hennen jährlich. 75 % davon, das sind rund 6 Mio. Hennen, leben auf AMA-Gütesiegel-Betrieben. Die Steiermark ist mit 340 AMA-Gütesiegel-Betrieben das produktionsstärkste Bundesland, gefolgt von Niederösterreich mit 129 und Oberösterreich mit 121 Legehennenhaltern.

Doch viele Betriebe haben 2022 keine Junghennen eingestallt. Daher werden Eier bis zum Jahresende knapp bleiben. „Vor allem bei gefärbten Ostereiern herrscht Mangel in den Geschäften, nicht jedoch auf Bauernmärkten oder direkt Ab Hof. Neben ausreichend gefärbten Eiern gibt es auch genügend Frischeier direkt vom Bauernhof“, informierte Steiermarks LK-Vizepräsidentin Maria Pein.

Wirtschaftlichkeit aktuell nicht gegeben

„Die extrem hohen Energie- und Futterkosten sind für die heimischen Legehennenhalter äußerst schwer zu stemmen, obwohl sie an allen nur möglichen Kostenschrauben gedreht haben, um die Preise für die Konsumenten stabil zu halten“, gibt Hans-Peter Schlegl, neuer Obmann der Geflügelwirtschaft Steiermark, zu bedenken.

Wegen der aktuell nicht vorhandenen Wirtschaftlichkeit und derhohen Baukosten wird es in nächster Zeit zu keinen Neuinvestitionen mehr kommen und das Wachstum der Branche wird sich eindämmen. Verändert hat sich auch das Kaufverhalten: Der Trend der vergangenen Jahre hin zu Premium-Produkten wie Bio- und Freilandeier hat sich eingebremst, es wird wieder vermehrt zu Bodenhaltungseiern gegriffen.

Abseits der wirtschaftlichen Verwerfungen hat die Geflügelpest die Tierbestände in vielen EU-Ländern reduziert. In Österreich konnte die Ausbreitung durch strenge Sicherheitsbestimmungen an den Betrieben bisher weitgehend minimiert werden.

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