TierRindMilchvieh„Ein Lieferverzicht sendet langfristig falsche Signale“

„Ein Lieferverzicht sendet langfristig falsche Signale“

Erschienen in: LANDWIRT 15/2026

Player nur mit gültigem Abo verfügbar.

Sieta van Keimpema ist ehemalige Vorsitzende des European Milk Boards.
Quelle: Moser

LANDWIRT: Frau van Keimpema, Sie sehen den Vorschlag vom European Milk Board, nämlich den freiwilligen Lieferverzicht als kritisch. Warum?

Sieta VAN KEIMPEMA: Der freiwillige Lieferverzicht ist keine langfristige Lösung, er löscht nur den aktuellen Brand. Man muss über die Signale nachdenken, die wir als Milchindustrie an die politische Ebene senden. Denn sind wir ehrlich, der EU kommt es gelegen, wenn wir die Produktion senken. Die Lebensmittel können sie dann über Handelsabkommen billiger importieren, als wir sie mit den Produktionsstandards in Europa erzeugen können.

Warum kommt es Ihrer Meinung nach der EU gelegen, wenn die eigene Produktion rückläufig ist?

Das sieht man an den Subventionsströmen. Maßnahmen, für die man als Landwirt aktuell Subventionen erhält, fördern eine rückläufige Produktion. Eine verringerte Produktion im eigenen Gebiet vereinfacht Handelsabkommen.

Das erfahren Sie noch in diesem Interview:

  • Warum Lebensmittelimporte niemals europäische Qualitätsstandards erreichen werden
  • Warum ein Lieferverzicht die Ernährungssouveränität gefährden kann
  • Warum die EU laut van Keimpema eine reduzierte Produktion begrüßt

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Warenkorb

Der Warenkorb ist leer.
Gesamt: 0,00