Direktvermarktung bedeutet vor allem eines: Vielfalt – bei den Produkten, bei den Vermarktungswegen, beim Marketing. Nicht umsonst erwirtschafteten laut dem Grünen Bericht 2023 fast 30 % der landwirtschaftlichen Betriebe in Österreich mit diesem Standbein ein zusätzliches Einkommen. In Bayern war es rund ein Zehntel. Wer heute erfolgreich ab Hof, am Markt oder über Automaten verkaufen will, braucht Leidenschaft, Durchhaltevermögen und ein durchdachtes Konzept.
Denn die Direktvermarktung ist selten ein Selbstläufer. Vielmehr steckt viel Arbeit dahinter. Wenn Sie selbst in die Direktvermarktung einsteigen wollen, sollten Sie als Erstes auf einem Blatt Papier eine „Mini-Strategie“ skizzieren:
- Was will ich überhaupt verkaufen?
- Welche Kunden will ich ansprechen?
- Wie und wo will ich die Produkte verkaufen?
- Wie viel Zeit und Geld kann ich in diesen Betriebszweig investieren?
Dabei geht es noch gar nicht um Details. Diese Seite dient fürs Erste als Kompass, der die grobe Richtung vorgibt. Daran können Sie sich immer wieder orientieren, damit Sie sich nicht verzetteln. Wobei man diesen Kompass im Lauf der Zeit natürlich auch anpassen und neu ‚einnorden‘ kann.
Was dieser Artikel noch bereit hält:
- Direktvermarktung mit klarem Sortiment starten
- Marktpotenzial prüfen und Investitionen absichern
- Vermarktungswege passend zum Hofrhythmus wählen
- Recht, Hygiene und Kennzeichnung von Anfang an mitdenken
- Preise realistisch kalkulieren und Arbeitszeit berücksichtigen
- Prozesse standardisieren, damit der Alltag funktioniert
- Sichtbarkeit am Hof und online gezielt aufbauen
- Bezahlsysteme passend zur Vermarktungsform auswählen
- Klein starten, messen und dann gezielt wachsen
Kommentare