ForstEntspanntes Sägen mit Akku

Entspanntes Sägen mit Akku

Mit der 540i XP will Husqvarna auch Einsatzfelder erschließen, die bisher Benzinmaschinen vorbehalten waren.
Quelle: Engeler

Akku-betriebene Geräte sind derzeit hoch im Kurs. Insbesondere bei Anwendungen in Innenräumen oder in besiedelten Gebieten machen solche Maschinen durchaus Sinn. Im hobby- oder semi-professionellen Bereich ist auch die schnellere Bereitschaft im Vergleich zu Benzin-Geräten (Startvorgang) oftmals ein Grund für die Anschaffung solcher Maschinen. Husqvarna hat im letzten Jahr die Kettensäge 540i XP mit hinterem Handgriff („back-handle“) auf den Markt gebracht und ein Modell der Schweizer Landtechnik für einen Test zur Verfügung gestellt.
Die Lieferung erfolgte direkt ab Werk. Das 35-cm-Schwert zusammen mit der Halbmeissel- Kette vom Typ X-Cut SP21G mussten entsprechend vor Inbetriebnahme noch montiert werden, das wird im Normalfall aber vom Fachhandel erledigt. Dank mitgeliefertem Schlüssel und verlustsicheren Muttern am Kettenraddeckel ist dies auch im Einsatzgelände kein Problem. Das Nachspannen der Kette kann über eine Schraube direkt am Kettenraddeckel vorgenommen werden. Weiter galt es vor den ersten Arbeiten, das Schmieröl für die Kette einzufüllen. Der klappbare Deckel („flip-up“-System) zum 0,2 l fassenden Tank lässt sich dabei einfach öffnen. Über eine Stellschraube kann man den Öl-Durchfluss einstellen, gemäß Anleitung zwischen 9 und 19 ml/min. Nach jedem dritten Akku-Wechsel sollte man die Schmierfunktion überprüfen.

Was ist eure Erfahrung? Kann die Akku-Technik im Forst mit den klassischen Benzin-Motorsägen mithalten?
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Digitale Unterstützung

Via Bluetooth und über die „Fleet-Services“-App von Husqvarna kann man die Säge in eine persönliche Geräteliste eintragen. Einfach die App aufs Smartphone laden, QR-Code einscannen – fertig. Der Anwender hat so stets die Übersicht, wo sich das Gerät aktuell befindet, wie lange es im Einsatz war, wann eine Wartung oder ein Ersatz ansteht. Einmal pro Woche bekommt man per E-Mail eine Übersicht über die erfassten Daten zugestellt. Die Nutzung dieser praktischen Dienstleistung ist allerdings nur für die ersten drei Monate kostenlos.

Über die „Fleet-Services“-App hat man stets die Übersicht, wo das Gerät ist, wie lange es im Einsatz war und wann eine Wartung angezeigt ist.
Quelle: Engeler

Husqvarna verfügt über ein eigenes Batteriesystem für seine Akku-Geräte, das mit (fast) allen Geräten dieses Herstellers kompatibel ist. Die Akkus gibt es für verschiedene Leistungsansprüche, im Test wurde das ebenfalls neue Lithium-Ionen- Modell BLi 300 (36 V) zusammen mit dem Schnell-Ladegerät QC 330 eingesetzt – es können aber auch andere Husqvarna-Akkus verwendet werden. Dieser rund 2 kg schwere BLi 300-Akku ist mit einem aktiven Kühlprinzip ausgestattet und war ab Werk zu gut 25 % geladen. Diese Kühlung bleibt sowohl beim Ladevorgang als auch beim Betrieb der Kettensäge aktiviert. Nach etwas mehr als 70 Minuten war er dann vollständig geladen, was durch vier grün-leuchtende LED-Anzeigen nach Druck auf die Kontrolltaste angezeigt wird. Das Ladegerät und die Kühlung schalten dann automatisch aus. In rund einer halben Stunde Ladedauer sollen gemäß Hersteller aber schon 80 % der Ladekapazität erreicht sein. Husqvarna verspricht für diesen Akku- Typ, der die Schutzklasse „IPX4“ erfüllt und so auch im leichten Regen eingesetzt werden kann, 1500 Ladezyklen.

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