Was zeichnet die ideale Bio-Mutterkuh aus?
Sie muss ohne Kraftfuttereinsatz so viel Milch geben, dass das Kalb zufriedenstellende Zunahmen von mindestens 1.200 Gramm pro Tag erreicht. Das sollten schon zwischen 4.000 und 4.500 Kilo Milch sein. Die Kuh muss gut händelbar sein, einen guten Mutterinstinkt haben und sie darf auch nicht zu schwer sein.
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Warum nicht?
Je schwerer die Kuh ist, umso mehr Futter braucht sie. Pro 100 Kilo Körpergewicht sind es etwa 400 Kilogramm Trockenmasse. Darunter leidet die Flächeneffizienz, die aber am Mutterkuhbetrieb besonders wichtig ist, da das System an sich schon relativ ineffizient ist. Wenn die Mutterkuh leichter ist, dann kann man auf einer bestimmten Flächeneinheit mehr Kühe halten.
Auf welche Zuchtmerkmale sollte man als Bio-Mutterkuhbetrieb generell achten?
Wichtig ist, dass die Tiere gute Grundfutterfresser sind. Sie müssen eine tiefe Rippe haben. Ebenso wichtig ist ein ordentlich angesetztes, gesundes Euter, damit das Kalb alleine trinken kann, sowie gesunde Fundamente und eine gute Fruchtbarkeit. Die Rasse ist dann im Prinzip egal. Sie muss zu einem selbst und dem Betrieb passen und diese Anforderungen erfüllen können.
Gibt es Rassen, die das gar nicht erfüllen können?
Was dieses Interview noch bereithält:
- Wie unterscheiden sich die Zuchtziele je nach Standort, Wirtschaft und Fütterung?
- Wie wichtig sind Langlebigkeit, gute Fundamente und Klauen, Körperkondition bei Mutterkühen?
- Reinzucht oder Gebrauchskreuzung?
- Wie kann man sein betriebseigenes Zuchtziel definieren?
- Wann macht künstliche Besamung Sinn?
- Welche Kühe gehören auf jeden Fall selektiert?
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